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Aktuelle ThemenMichael von Poser
Stadtentwicklung und Architektur in Wiesbaden - einst und jetzt Das Manuskript zum Vortrag, den Michael von Poser am 25. Februar 2010 im Presseclub Wiesbaden gehalten hat. Lesen Sie hier mehr.....
Bei Erdwärmebohrungen auf dem Parkplatz des hessischen Finanzministeriums kam es gestern, am 5.11.2009, zu einem unvorhergesehenen Ereignis. Mit hohem Druck schoß plötzlich Wasser aus der Bohrstelle. Pro Minute treten dort rund 6000 Liter Wasser aus.
Trotz aller Bemühungen konnte der Wasserfluss erst am 7.11.2009 gestoppt werden.
Noch zwei Tage vorher hatte der Vertreter der Bürgerliste im Umweltausschuss, Thorsten Reiß, vor den unkalkulierbaren Risiken der Geothermie besonders im Wiesbadener Raum, gewarnt. Welche unkalkulierbaren Risiken die Geothermie birgt, kann man zur Zeit in der Friedrich-Ebert-Allee "bewundern".
Rudolf Dietz ist nach unserer Auffassung nicht geeignet, Namensgeber für eine Schule zu sein, und es wäre in unserem Sinn, wenn die Schulleitung und der Ortsbeirat sich zu einer Umbenennung entschlössen. Die Schule hat den Namen zu einer Zeit erhalten, als Naurod noch nicht zu Wiesbaden gehörte, die Zuständigkeit für die Namensgebung liegt zunächst dort.
Michael von Poser Thorsten Reiß
Das Wiesbadener Tagblatt hat am Samstag, dem 15. August, unsere obige Pressemitteilung zwar nicht gebracht, aber in folgenden Worten kritisiert: „In einer Pressemitteilung dieser Woche hat die Wiesbadener Bürgerliste einmal mehr einen heißen Eintopf zur Volksverdummung angerührt. In der Diskussion um die Umbenennung der Rudolf-Dietz-Schule haben die Unterzeichner Michael von Poser und Thorsten Reiß den Heimatdichter Dietz als „fast harmlosen“ Antisemiten im Vergleich zu Kant, Luther, Busch und Marx bezeichnet. Auf diesem Wege nehmen die zwei Anlauf, um am Ende Angst vor islamischen Gruppen zu schüren.“ Der Verfasser dieser Zeilen ist nicht erkennbar. Es ist sehr keck, wenn man von Volksverdummung redet und sich nicht auf eine unbefangene Betrachtung der historischen Tatsachen einlassen will, sondern mit einer vorgefertigten Meinung aufwartet. Es wird natürlich gar nicht erwähnt, daß wir Rudolf Dietz als Namensgeber einer Schule für ungeeignet halten, wegen seiner antisemitischern Verse im Zusammenhang mit seiner Hitler-Begeisterung. Luther in seiner Schrift „Von den Juden und ihren Lügen“: „Darum, wo du einen rechten Juden siehst, magst du mit gutem Gewissen ein Kreuz für dich schlagen und frei und sicher sprechen: da geht ein leibhaftiger Teufel.“ „Denn sie sind eine schwere Last wie eine Plage, Pestilenz und eitel Unglück über unserem Land.“ „Die Juden als Fremdlinge sollten eigentlich nichts haben. Was sie haben, das muß gewißlich unser sein.“ „Unseren Oberherren, so Juden unter sich haben, wünsche ich und bitte, daß sie eine scharfe Barmherzigkeit wollten gegen diese elenden Leute üben . . .Wie die treuen Ärzte tun, wenn das heilige Feuer in die Beine gekommen ist, fahren sie mit Unbarmherzigkeit und schneiden, sägen, brennen Fleisch, Adern, Bein und Mark ab. Also tue man hier auch, verbrenne ihre Synagogen, verbiete alles, was ich droben erzählt habe, zwinge sie zur Arbeit und gehe mit ihnen um nach aller Umbarmherzigkeit wie Mose tat in der Wüste und schlug dreitausend tot, daß nicht der ganze Haufen verderben mußte.“ Immanuel Kant in seiner Schrift „Anthropologie in pragmatischer Hinsicht“: „Die unter uns lebenden Palästiner sind durch ihren Wuchergeist seit ihrem Exil, auch was die größte Menge betrifft, in den nicht unbegründeten Ruf des Betruges gekommen. Es scheint nun zwar befremdlich , sich eine Nation von Betrügern zu denken; aber ebenso befremdlich ist es auch, eine Nation von lauer Kaufleuten zu denken, deren bei weitem größter Teil durch einen alten, von dem Staat, darin sie leben, anerkannten Aberglauben verbunden, keine Ehre sucht, sondern diesen ihren Verlust durch die Vorteile der Überlistung des Volkes, unter dem sie Schutz finden und selbst ihrer untereinander, ersetzen wollen.“ Die nach Kant wünschbare Reinigung der jüdischen Religion von „alten Satzungslehren“ nennt er die „Euthanasie des Judentums“ (in: „Der Streit der Fakultäten“). Wilhelm Busch in „Die fromme Helene“ „Und der Jud mit krummer Ferse, Karl Marx in seiner Schrift „Zur Judenfrage“: „Welches ist der weltliche Grund des Judentums? Das praktische Bedürfnis, der Eigennutz.
Äußerungen über Juden wie diese von Dietz und die von weit einflußreicheren Persönlichkeiten wie den oben genannten in ein Verhältnis zu setzen, wäre Aufgabe einer öffentlichen Diskussion über Antisemitismus, die uns dringen notwendig erscheint. Wir regen eine solche Diskussion zusammen mit der Wiesbadener CDU an, sie sollte vor einer Entscheidung in Sachen Rudolf-Dietz-Schule geführt werden.
Und wieder wird die Wiesbadener Den Wiesbadener Tageszeitungen war zu entnehmen, daß das in der Baugrube Mauergasse/Dernsches Gelände entdeckte, 13 m lange und noch 2 m hoch erhaltene Stück der alten Stadtmauer nach der archäologischen Dokumentation gleich abgerissen wird.
Damit ist ein weiteres Relikt der Wiesbadener Vergangenheit unwiederbringlich zerstört. Darauf, daß an dieser Stelle archäologische Funde und Befunde zu erwarten sind, hat die BLW in den entsprechenden Ausschußsitzungen des Öfteren hingewiesen. Ernst genommen wurden diese Hinweise nicht. Während man in vielen anderen Städten, wie z.B. Mainz (Isis-Heiligtum), bemüht und stolz ist, solche Relikte zu erhalten und in die Neubebauung zu integrieren, wird in Wiesbaden beseitigt. Ein Umdenken findet nicht statt. Auch die 1988 beim Bau der Mauritiusgalerie entdeckten und ebenfalls noch über 2 m hoch erhaltenen Reste der Stadtmauer wurden einfach abgerissen, anstatt sie als historische Attraktion in die Einkaufspassage zu integrieren.
Viel wichtiger, und ein in seiner Bedeutung für die Wiesbadener Stadtgeschichte unterschätzter Befund, ist jedoch die Entdeckung eines römischen Spitzgrabens in der Baugrube an der Mauergasse. Typisch für römische Militäranlagen, könnte er auf die Existenz eines weiteren römischen Militärlagers in der Wiesbadener Innenstadt hinweisen, zumal sich 1906 bei Ausschachtungsarbeiten zur Erweiterung des katholischen Schwesternhauses in der Friedrichstraße (heute befindet sich hier das Roncalli-Haus) und auch 1926 beim Bau der Erweiterung des Regierungsgebäudes an der Bahnhofstraße, ebenfalls römische Spitzgräben fanden. Ein zu vermutendes Erdkastell wäre also südlich der Mauergasse anzusiedeln und nicht in Richtung Landtag. Anstatt nun die einmalige Chance zu nutzen und die Baugrube großflächiger und ohne Zeitdruck zu untersuchen, wird weggebaggert.
Thorsten Reiß Minister Weimar will den Abriß eines denkmalgeschützten Gebäudes
In der letzten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 14.05.09 wurde nach langer Diskussion und namentlicher Abstimmung mehrheitlich beschlossen, dem Land 10 Millionen EUR für Sanierungsmaßnahmen und zur Aufwertung des Areals des Gerichtsgebäudes zur Verfügung zu stellen. Wörtlich heißt es in dem Beschluß: „... dabei die wesentlichen städtebaulichen Anforderungen der Landeshauptstadt Wiesbaden, wie eine städtebaulich, stadtgestalterisch und denkmalpflegerisch verträgliche Baumassenverteilung, ... die Gebäudehöhen der umgebenden Bebauungen mit einem besonderen Augenmerk auf den denkmalgeschützten Baubestand, ... zu berücksichtigen“. Dem WT vom 03.06.09 war zu entnehmen, daß Hessens Finanzminister Karlheinz Weimar (CDU) das denkmalgeschützte Beamtenwohnhaus an der Oranienstraße und die ebenfalls denkmalgeschützten letzten Reste der Gefängnismauer nun beseitigen möchte, um das Areal für die geplante Bebauung durch die EBS freizuräumen.
Das um 1875 entstandene Beamtenwohnhaus wurde zusammen mit dem Landgerichtsgefängnis errichtet. Das Gefängnis hat man 1996 sinnloserweise abgerissen und die so entstandene Brache stellte jahrelang einen innerstädtischen Schandfleck dar. Ebenfalls abgerissen wurden Teile der Einfriedungsmauer an der Albrechtstraße, nur an der Oranienstraße ist sie noch komplett erhalten. Für einen guten Architekten sollte es kein Problem darstellen, die beiden Objekte in eine Neubebauung zu integrieren. Man muß es nur wollen. Von einem Abriß denkmalgeschützter Substanz zu Gunsten der EBS war jedenfalls nie die Rede und dieses muß verhindert werden.
Es ist schon verwunderlich, welche unterschiedlichen Maßstäbe der Staat beim Denkmalschutz anlegt, wenn er selbst bzw. ihm genehme Organisationen, mit Steuergeldern finanzierte Projekte verfolgen (für das Vorhaben der EBS sollen über 35 Millionen EUR von Stadt und Land zur Verfügung gestellt werden). Ein Privatmann dürfte sich einen solchen Umgang mit denkmalgeschützten Objekten nicht erlauben. Es wäre wünschenswert, wenn der Vorstoß des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und des Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen vom 25.03.09, Denkmal-, Kulturgüter- und Welterbeschutz in Deutschland als Staatsaufgabe von hohem Rang zu verankern, Aussichten auf Erfolg hätte. Dann könnten auch Politiker wie Karlheinz Weimar Belange des Denkmalschutzes nicht mehr einfach ignorieren. Thorsten Reiß Michael von Poser
Im Rahmen der Hochwasserschutzmaßnahmen am Rambach soll, da dann die nötigen Gelder vorhanden sein werden, der Hofgartenplatz umgestaltet werden. Dabei soll die Idee aufgegriffen werden, den Rambach im Bereich Hofgartenplatz teilweise wieder freizulegen. Auf Antrag der Fraktion Bürgerliste Wiesbaden wurden die offenbar schon lange ausgearbeiteten und mit dem Ortsbeirat besprochenen Pläne im Ausschuß für Planung, Bau und Verkehr vorgestellt. Kritik kam nur von Seiten unserer Fraktion. Die grundsätzlich erstrebenswerte Freilegung des Baches wird in der städtischen Planung mit Baumaßnahmen begleitet, die das Bild des Sonnenberger Ortskerns zerstören. Wir halten die städtische Planung für verfehlt, wir möchten das begründen und einen andern Lösungsvorschlag machen. Die städtische Planung sieht vor, daß das Wasser des Rambachs ziemlich weit vor dem Punkt, wo dieser in den Untergrund geht, geteilt wird. Ein Teil läuft in dem vorhandenen Rohr weiter, ein anderer Teil wird durch ein neues Kanalrohr abgezweigt und dann entlang der Kante des Hofgartenplatzes in einem offenen Kanal geführt, der ca. 2,5 m tief ist. Aus Sicherheitsgründen muß er zur Straße hin mit einer relativ hohen Betonmauer abgeschirmt werden. Zum Platz hin wird er durch eine weitläufige Terrassierung zugänglich gemacht. Da diese Terrassen sehr viel Raum beanspruchten, fallen eine Menge Parkplätze weg. Für diese soll Ersatz geschaffen werden, indem der Hang neben der Ortsverwaltung teilweise abgetragen und mit einer unschönen Mauer abgestützt wird. Gegen einen solchen Umbau des Hofgartenplatzes ist einzuwenden:
Der Platz eignet sich nicht mehr für Kerb und Flohmarkt. Die Fraktion Bürgerliste Wiesbaden schlägt in Zusammenarbeit mit dem Sonnenberger Ortsbeiratsmitglied Gert Apfelstedt stattdessen vor:
Zu der Illustrierung unseres Vorschlags:
Die Zeichnung ist nur eine Anmutung, wie der Platz mit einer naturnahen Gestaltung des Bachlaufes aussehen könnte. Es geht nicht um die Festlegung von Einzelheiten. Eine der Ideen dabei ist, daß der Platz stärker eingegrünt wird, um die Automassen weniger auffällig zu machen. So könnte ähnlich wie am Dernschen Gelände, aber niedriger, durch eine Einfassung mit begrünten Drahtgittern das Platzbild verbessert werden. Dr. Michael von Poser Thorsten Reiß
Häßlichste Neubauten der letzten zehn Jahre 1. Vorschläge aus der Bevölkerung Die Fraktion Bürgerliste hat diesen Wettbewerb im letzten Jahr ausgeschrieben. Wir haben 243 Einsendungen mit insgesamt 301 Vorschlägen erhalten, d.h. einige Einsender haben mehrere Gebäude genannt. Es wurden 42 Objekte vorgeschlagen, von denen 25 die Wettbewerbsbedingungen erfüllten. Bei einigen Vorschlägen handelt es sich nicht um Gebäude, sondern um Plätze oder eine Bushaltestelle (am Hauptbahnhof). In andern Fällen ist das vorgeschlagene Gebäude deutlich älter als zehn Jahre (z.B. Welfenhof). Einige vorgeschlagene Bauten sind nicht fertiggestellt, so daß das Preisgericht die Fassadengestaltung nicht beurteilen konnte (z.B. Justiz- und Verwaltungszentrum). Das Votum der Bevölkerung sieht so aus:
Es folgen: Im Bildteil weiter unten zeigen wir alle vorgeschlagenen Gebäude.
2. Entscheidung des Preisgerichts Das Preisgericht hat am 30. Januar getagt. Preisrichter waren die folgenden Personen:
Das Preisgericht beurteilte die Gebäude nach 3 Kriterien:
In jeder Kategorie konnten vier Punke von 0 – 3 vergeben werden, Das Ergebnis der Preisgerichtssitzung stellt sich wie folgt dar: Platz 1: Luisenforum (44 Punkte)
Platz 2: Neubauten Paulinenstraße 9 (39 Punkte)
Café Alex
Amselberg 11+13
Bistro am Hofgartenplatz Sonnenberg
Platz 5: Cafe Lumen (34)
3. Beurteilung des Luisenforums, der Neubauten in der Paulinenstraße und der Irenenstraße durch das Preisgericht: Luisenform (Architekten: Gatermann + Schossig, Köln): Das Gebäude negiert die städtebauliche Umgebung, wirkt aggressiv, soll offenbar ein Affront sein und wird immer ein Fremdkörper bleiben, kakophonische Gesamtwirkung. Übermächtig und rein kubisch, ohne mildernde Gliederung. Die Brücke, die schlimmer ist als der Vorgängerbau, zerstört die Sichtachse, mit unangenehmen Spiegeleffekten, nimmt nicht die Farbe und Form des Hauptgebäudes auf. Unmögliche Farbgebung (grelle Mode- und Warnfarbe), abstoßend glatte Platten als Verkleidung, bloße austauschbare technische Haut eines Konsumtempels. Neubauten Paulinenstraße 9 (Architekt: Hans-Peter Gresser, Wiesbaden): Ein besonders unerfreuliches Beispiel für Nachverdichtung an prominenter Stelle in einem Villengebiet. Keinerlei Rücksichtsnahme auf den Charakter der Nachbargebäude. In der Höhe orientiert sich das Neue allein an dem einzig wirklich großen Gebäude an der Ecke. Die hintereinander gesetzten Bauten wirken als eine zusammenhängende Masse ohne Auflockerung. Die protzigen Balkone ergeben den Eindruck der Formlosigkeit, ihre Einfassungen sind zum Teil aus einer Art bläulichem Plexiglas. Ansonsten dominiert ein totes Weiß, das hier überhaupt nicht hineinpassen will. Das Ensemble Paulinenstraße ist in unverantwortlicher Weise beschädigt. Irenenstraße 1 (Architektin Rosemarie Otterbach, Wiesbaden): Auffällig häßliche, effekthascherische Architektur, die in einem ursprünglich zurückhaltenden durchgrünten Wohngebiet wie ein Faustschlag wirkt. Gadenlose Ausnutzung der Ecksituation. Aufmotzung mit modischen Bauelementen wie den angeklebten Kuben und Spinnebeinsäulen Ein Sammelsurium von Farben und Materialien. Gesamteindruck: ein aufspielerischer und mißglückter Gag.
4. Weitere Bemerkungen Einerseits erweist die große Zahl von Vorschlägen, daß die Bevölkerung sehr viel häßliche Architektur wahrnimmt, was zu denken geben muß. Andererseits ist es auffällig, daß einige Neubauten der letzten Zeit gar nicht genannt wurden (Beispiele: das neue Karstadtgebäude oder das Eckhaus Faulbrunnenstraße / Kirchgasse). Es wäre interessant herauszufinden, welche Neubauten akzeptabel erscheinen und warum. Das Preisgericht hat in einigen Fällen in den verschiedenen Kategorien ganz verschiedene Noten erteilt. Das Café Central am Mauritiusplatz etwa ist seiner Größe und städtebaulichen Einfügung gut beurteilt, als Architektur und in der Farbgebung als mißlungen eingestuft worden. Unter den Gebäuden, die bei der Beurteilung sehr schlecht weggekommen sind, sind einige das Ergebnis von Architekturwettbewerben (Luisenforum, Justiz- und Verwaltungszentrum, das letztere wurde vom Preisgericht nicht behandelt, weil es nicht fertiggestellt ist). Solche Wettbewerbe sind also kein Heilmittel gegen Häßlichkeit. Zumindest ein als besonders mißraten eingestuftes Gebäude hat einen Preis für gelungene Architektur erhalten, nämlich das Café Central am Mauritiusplatz. Mitglieder des Architektenbeirats, die die Stadtplaner beraten, sind mit eigenen Gebäuden auf den vordersten Plätzen vertreten: Neubauten Paulinenstraße, Kindergarten Marktkirche. Hier tut sich eine Kluft zwischen der offiziellen Belobigung von Gebäuden und der Einschätzung durch die Bevölkerung auf. Eine repräsentative Umfrage könnte noch mehr Klarheit schaffen.
5. Kleine Zitatauswahl aus Zuschriften Luisenforum
Georg Bausch
Bettina Bobel-Stackfleth
Gerhard Heß
Günter Schaefer Lumen
Günther Behrens
Manfred Pfau Justiz- und Verwaltungszentrum
Ferdinand Georgen
Jonas Wirth
Gerhard Strauch Kindergarten an der Marktkirche
Bernhard von Issendorff Hessischer Landtag
Adolf Mozdrzen
6. Preisträger Die Preisträger wurden durch Losverfahren aus den Zuschriften ermittelt. Der 1. Preis (Spielmann-Atlas als CD-Rom mit Begleitbuch) geht an Herrn Georg Bausch ; der 2. Preis (Wilfried Koch, Baustilkunde) an Herrn Jochen Elbert; der 3. Preis (Jonathan Glancey, Architektur) an Frau Heidemarie Pühl.
Bildteil mit den restlichen vorgeschlagenen Gebäuden
Die komplette Dokumentation zum Preiswettbewerb können Sie sich hier als pdf-Datei herunterladen.
Als wir unseren Wettbewerb ausschrieben, wußten wir nicht, daß in Stuttgart vorher etwas Ähnliches stattgefunden hatte. Auslober war dort die Stiftung Architekturforum Baden-Württemberg, der Wettbewerb lief unter dem Titel: „Stuttgart soll schöner werden“. Die Bürger waren aufgefordert, „Ungenügendes, Unbefriedigendes, Schwarzfälle, das Häßliche zu dokumentieren“. In der Schrift dazu heißt es: „Das Echo des Wettbewerbs war überwältigend, 120 Teilnehmer/innen haben 350 Motive eingereicht“. Stuttgart hat etwa doppelt so viele Einwohner wie Wiesbaden. Wir haben bei unserm Wettbewerb fast 250 Zuschriften mit über 300 Vorschlägen bekommen. Wir halten das für ein gutes Ergebnis, zumindest übertrifft es das „überwältigende Echo“ in Stuttgart. Es ist nicht repräsentativ, kein Zweifel, aber doch ein deutlicher Hinweis. Eine repräsentative Umfrage zur Architektur wäre nur zu wünschbar. Aktuelle Themen Archiv: Der Verdi-Container auf dem Luisenplatz Sauberkeit an Wiesbadens Bushaltestellen Aktuelles aus dem Umweltausschuß
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