NerobergBowlingNerobergbahnRathausMarkt

   Home Startseite     Webseite 2 Pressemitteilungen     Webseite 3 Fraktions-Zeitung     Aktuell Aktuell     Kontakt Kontakt

Über die Fraktion / Rathausinformationen

Stadtverordnete
Ausschußsitzungen
Veranstaltungen
Pfeil Themen
Anfragen Anfragen der BLW
Anträge Anträge der BLW
Impressum


Aktuelle Themen

Michael von Poser
Stadtentwicklung und Architektur in Wiesbaden - einst und jetzt

Das Manuskript zum Vortrag, den Michael von Poser am 25. Februar 2010 im Presseclub Wiesbaden gehalten hat. Lesen Sie hier mehr.....

 

Risiken der Erdwärme

Bei Erdwärmebohrungen auf dem Parkplatz des hessischen Finanzministeriums kam es gestern, am 5.11.2009, zu einem unvorhergesehenen Ereignis. Mit hohem Druck schoß plötzlich Wasser aus der Bohrstelle. Pro Minute treten dort rund 6000 Liter Wasser aus.

Neue Quelle an der Friedrich Ebert Alle

Trotz aller Bemühungen konnte der Wasserfluss erst am 7.11.2009 gestoppt werden.
Mögliche Folgeschäden an den umliegenden Häusern sind bisher nicht absehbar.

Quelle an der Friedrich Ebert Allee

Noch zwei Tage vorher hatte der Vertreter der Bürgerliste im Umweltausschuss, Thorsten Reiß, vor den unkalkulierbaren Risiken der Geothermie besonders im Wiesbadener Raum, gewarnt.
Anlass war ein Antrag der SPD-Fraktion, der Wiesbaden zur ersten "Anlaufadresse für sämtliche Aktivitäten zur Energiegewinnung durch Erdwärme" machen will und den Bau einer Geothermieanlage in Wiesbaden zum Ziel hat.
Die Bedenken der Bürgerliste wurden zur Kenntniss genommen, der Antrag wurde dennoch von allen Fraktionen (SPD, CDU, FDP, Grüne), außer der Bürgerliste, angenommen.

Welche unkalkulierbaren Risiken die Geothermie birgt, kann man zur Zeit in der Friedrich-Ebert-Allee "bewundern".

Quelle an der Friedrich Ebert allee

Quelle an der Friedrich Ebert Alle

 


 

Zum Problem Rudolf Dietz

Rudolf Dietz ist nach unserer Auffassung nicht geeignet, Namensgeber für eine Schule zu sein, und es wäre in unserem Sinn, wenn die Schulleitung und der Ortsbeirat sich zu einer Umbenennung entschlössen. Die Schule hat den Namen zu einer Zeit erhalten, als Naurod noch nicht zu Wiesbaden gehörte, die Zuständigkeit für die Namensgebung liegt zunächst dort.
Wenn die Stadtverordnetenversammlung die Sache an sich zieht und gegen den Willen der Nauroder eine Umbenennung beschließt, kann das keine isolierte Einzelentscheidung sein, also keine Lex Dietz. Vielmehr muß dann die Frage des Antisemitismus grundsätzlich erörtert und eine Bewertung je nach Einzelfall vorgenommen werden. Dann kann es nicht nur um Schulen gehen, sondern überhaupt um Namen öffentlicher Einrichtungen und möglicherweise um Straßennamen. Die getroffenen Entscheidungen müssen justiziabel sein. Auch in andern deutschen und auch österreichischen Städten gibt es Auseinandersetzungen um Schul- und Straßennamen. In Nürnberg z.B. wurde die Heinrich-von-Treitschke-Straße umbenannt, weil Julius Streicher sich auf antisemitische Äußerungen dieses Historikers berufen hatte. Die Umbenennung wurde von einem Gericht für zulässig erklärt.

Dietz-Schule


Rudolf Dietz wurde zum Namensgeber der Schule gemacht, weil er in der Region als Heimatdichter beliebt ist. Er hat kleine Alltagserlebnisse und Scherze versifiziert und sich dabei der örtlichen Dialektsonderform mit altnassauischen Wörtern bedient. In seinen Gedichten treten Standardfiguren auf wie der Bauer, der Lehrer, der Amtmann und eben der Jude, mit dem die andern gelegentlich im Gasthaus zusammensitzen. Die jüdischen Menschen erscheinen in einem eher unsympathischen Licht, werden zumeist als geldgierig geschildert, aber es wird kein manichäisches Weltbild von Gut und Böse entfaltet, es werden keine aggressiven Töne der Bekämpfung laut. Verglichen mit anderen Äußerungsformen des schon im 19. Jahrhundert allgegenwärtigen Antisemitismus könnte man die Formulierungen von Rudolf Dietz fast als harmlos bezeichnen. Immanuel Kant, Wilhelm Busch und viele andere haben bösere Sachen gesagt. Karl Marx, selber jüdisch, hat Lassalle einen jüdischen Nigger genannt.
Die als antisemitisch inkriminierten Stellen in den Gedichten von Rudolf Dietz würden unseres Erachtens für sich genommen nicht als Grund genügen, seinen Namen von jeder öffentlichen Namensgebung auszuschließen. Wenn man ein so kategorisches Kriterium anwendete, müßte z.B. das Gustav-Freytag-Denkmal aus dem Kurpark entfernt werden. Für uns ist die Verbindung der antijüdischen Äußerungen mit dem Beitritt zur NSDAP und die Verherrlichung Hitlers das Ausschließungskriterium. Wir teilen die Auffassung, daß es sich bei Rudolf Dietz um einen Mitläufer handelt. Wir halten es aber nicht für richtig, einen Mitläufer einer auf Krieg und Vernichtung ausgerichteten Bewegung durch die Benennung einer Schule zu ehren.

Dietz schule


Mit der antisemitischen Problematik wird man wie gesagt nicht dadurch fertig, daß man im Fall Dietz ein Exempel statuiert. Die muß grundsätzlicher angegangen werden. Wir haben in Wiesbaden eine Schule, die nach dem Turnvater Jahn genannt ist. Dieser Mann hat unter anderem den Juden die Schuld am deutschen Unglück gegeben, sein fremdenfeindlicher Nationalismus hat im 19. Jahrhundert Schule gemacht, anders als Dietz ist er ein wirklicher Vordenker für Massenressentiments. Müßte nicht also auch diese Schule umbenannt werden?
Vor allem hätte man sich, wenn man die Frage des Antisemitismus angeht, mit Martin Luther und Richard Wagner zu befassen. Beide vertreten einen zwar unterschiedlich begründeten, aber rabiaten Antisemitismus, in dem ein aggressives Vorgehen gegen die jüdische Minderheit vorgesehen ist. Beide waren für die Nationalsozialisten Hauptgewährsmänner in der Judenverfolgung. Luther hat bekanntlich das Niederbrennen der Synagogen und die Erregung des Volkszorns gegen die Juden gefordert, in einer grobianischen Sprache, die nichts an Gemeinheit zu wünschen übrig läßt. Wagner ist hintersinniger, vieldeutiger, verbindet aber seine antijüdischen Ausfälle mit einem Untergangsdenken. Dürfen hier die sonstigen Verdienste gegen die geistige Mittäterschaft bei der Judenverfolgung aufgerechnet werden? Man kann nicht die großen Verführer zum Antisemitismus beiseite lassen und meinen, wenn man ein kleines Licht wie Rudolf Dietz überführt und wegräumt, hätte man die Problematik in den Griff bekommen.
Schließlich machen wir darauf aufmerksam, daß wir gegenwärtig wieder einen höchst aggressiven, auf Mord- und Totschlag ausgehenden Antisemitismus haben, nämlich den islamistischen. Vertreter der Muslimbruderschaft haben aufs engste mit dem Dritten Reich zusammengearbeitet, in diesen Kreisen war und ist „Mein Kampf“ eine beliebte Lektüre und es wurde dort auch öffentlich bedauert, daß Hitler sein Ziel, die Juden zu vernichten, nicht erreicht habe. Der Antisemitismus von islamischen Gruppen, z.B. Milli Görüs, die bei uns ansässig sind, werden in Verfassungsschutzberichten und andern Publikationen dargestellt. Wir nehmen an, daß diese Einschätzung auch auf andere in Wiesbaden tätige Vereine zutrifft. Wer das übersieht, stellt sich blind. Die SPD und die Grünen, die mit so großem Pathos den Antisemitismus von Rudolf Dietz verdammen, treten dafür ein, daß ein Verein wie Milli Görüs mit Steuergeldern unterstützt wird.
Eine solche Politik ist inkonsistent, unglaubwürdig und in ihren Konsequenzen gefährlich. Die Verurteilung des Antisemitismus ist unteilbar, man kann nicht da verurteilen und dort fördern.

Michael von Poser Thorsten Reiß

 

Das Wiesbadener Tagblatt hat am Samstag, dem 15. August, unsere obige Pressemitteilung zwar nicht gebracht, aber in folgenden Worten kritisiert:

„In einer Pressemitteilung dieser Woche hat die Wiesbadener Bürgerliste einmal mehr einen heißen Eintopf zur Volksverdummung angerührt. In der Diskussion um die Umbenennung der Rudolf-Dietz-Schule haben die Unterzeichner Michael von Poser und Thorsten Reiß den Heimatdichter Dietz als „fast harmlosen“ Antisemiten im Vergleich zu Kant, Luther, Busch und Marx bezeichnet. Auf diesem Wege nehmen die zwei Anlauf, um am Ende Angst vor islamischen Gruppen zu schüren.“

Der Verfasser dieser Zeilen ist nicht erkennbar. Es ist sehr keck, wenn man von Volksverdummung redet und sich nicht auf eine unbefangene Betrachtung der historischen Tatsachen einlassen will, sondern mit einer vorgefertigten Meinung aufwartet. Es wird natürlich gar nicht erwähnt, daß wir Rudolf Dietz als Namensgeber einer Schule für ungeeignet halten, wegen seiner antisemitischern Verse im Zusammenhang mit seiner Hitler-Begeisterung.  
Wir haben gesagt, daß Luther, Kant, Busch und Marx sich härter über Juden geäußert haben als der Heimatdichter Dietz, der nur ein kleines Licht sei. Schauen wir einmal näher hin:

Luther in seiner Schrift „Von den Juden und ihren Lügen“:

„Darum, wo du einen rechten Juden siehst, magst du mit gutem Gewissen ein Kreuz für dich schlagen und frei und sicher sprechen: da geht ein leibhaftiger Teufel.“

„Denn sie sind eine schwere Last wie eine Plage, Pestilenz und eitel Unglück über unserem Land.“

„Die Juden als Fremdlinge sollten eigentlich nichts haben. Was sie haben, das muß gewißlich unser sein.“

„Unseren Oberherren, so Juden unter sich haben, wünsche ich und bitte, daß sie eine scharfe Barmherzigkeit wollten gegen diese elenden Leute üben . . .Wie die treuen Ärzte tun, wenn das heilige Feuer in die Beine gekommen ist, fahren sie mit Unbarmherzigkeit und schneiden, sägen, brennen Fleisch, Adern, Bein und Mark ab. Also tue man hier auch, verbrenne ihre Synagogen, verbiete alles, was ich droben erzählt habe, zwinge sie zur Arbeit und gehe mit ihnen um nach aller Umbarmherzigkeit wie Mose tat in der Wüste und schlug dreitausend tot, daß nicht der ganze Haufen verderben mußte.“

Immanuel Kant in seiner Schrift „Anthropologie in pragmatischer Hinsicht“:

„Die unter uns lebenden Palästiner sind durch ihren Wuchergeist seit ihrem Exil, auch was die größte Menge betrifft, in den nicht unbegründeten Ruf des Betruges gekommen. Es scheint nun zwar befremdlich , sich eine Nation von Betrügern zu denken; aber ebenso befremdlich ist es auch, eine Nation von lauer Kaufleuten zu denken, deren bei weitem größter Teil durch einen alten, von dem Staat, darin sie leben, anerkannten Aberglauben verbunden, keine Ehre sucht, sondern diesen ihren Verlust durch die Vorteile der Überlistung des Volkes, unter dem sie Schutz finden und selbst ihrer untereinander, ersetzen wollen.“

Die nach Kant wünschbare Reinigung der jüdischen Religion von „alten Satzungslehren“ nennt er die „Euthanasie des Judentums“ (in: „Der Streit der Fakultäten“).

Wilhelm Busch in „Die fromme Helene“

„Und der Jud mit krummer Ferse,
Krummer Nas`und krummer Hos`
Schlängelt sich zur hohen Börse
Tiefverderbt und seelenlos.“

Karl Marx  in seiner Schrift „Zur Judenfrage“:

„Welches ist der weltliche Grund des Judentums? Das praktische Bedürfnis, der Eigennutz.
Welches ist der weltliche Kultus des Juden? Der Schacher. Welches ist sein weltlicher Gott? Das Geld.
Nun wohl! Die Emanzipation vom Schacher und vom Geld, also vom praktischen realen Judentum wäre die Emanzipation vom Geld.“


Hier zum Vergleich zwei Gedichte von Rudolf Dietz mit einer jüdischen Figur:

Kaa`Pfiffikus   

Leeb Herz im langen Senkelche
Saß uff`m Aa`klagbänkelche
„Sie wisse“, daht der Richter frage,
„Was so die Leut von Ihne sage?“

„Das weiß ich nit“, saats Leebche druff.
Do stann der Herr Gerichtsrat uff:
„Gelind gesagt, heißts allerwärts,
Sie wärn e` Pfiffikus, Herr Herz!“

„Herr Rat, da wird Sie`s interessiern,
Ich daht auch was von Ihne hihrn!“
Der Richter liebt en gure Scherz: 
„Was sage se von mir, Leeb Herz?“

„Von Ihne hot mer mir gesaat,
Sie wärn kaa`Pfiffikus, Herr Rat!“

Der Schulzeddel

Der Schmul bekam vom Lehrer Schmidt
For sei „Mama“ en Zeddel mit:

„Kaa` Biebche wollt sei`Nochbar sei`-
Des lieb klaa` Schmulche röch nit fei`!“

Uff rosa Briefbabier schrieb da
Hochachtungsvoll die Schmulsmama:

„Mer weiß scheints nit, wofor mei`Schmul
Geht zum Herr Lehrer in die Schul!

Herr Schmidt, Sie duhn mei` Kinner kriege
Nur zum Belehrn, nit zum Berieche!“

 

Äußerungen über Juden wie diese von Dietz und die von weit einflußreicheren Persönlichkeiten wie den oben genannten in ein Verhältnis zu setzen, wäre Aufgabe einer öffentlichen Diskussion über Antisemitismus, die uns dringen notwendig erscheint. Wir regen eine solche Diskussion zusammen mit der Wiesbadener CDU an, sie sollte vor einer Entscheidung in Sachen Rudolf-Dietz-Schule geführt werden.

 

 


Und wieder wird die Wiesbadener
Vergangenheit weggebaggert

Den Wiesbadener Tageszeitungen war zu entnehmen, daß das in der Baugrube Mauergasse/Dernsches Gelände entdeckte, 13 m lange und noch 2 m hoch erhaltene Stück der alten Stadtmauer nach der archäologischen Dokumentation gleich abgerissen wird.

Stadtmauer

Stadtmauer

Damit ist ein weiteres Relikt der Wiesbadener Vergangenheit unwiederbringlich zerstört. Darauf, daß an dieser Stelle archäologische Funde und Befunde zu erwarten sind, hat die BLW in den entsprechenden Ausschußsitzungen des Öfteren hingewiesen. Ernst genommen wurden diese Hinweise nicht. Während man in vielen anderen Städten, wie z.B. Mainz (Isis-Heiligtum), bemüht und stolz ist, solche Relikte zu erhalten und in die Neubebauung zu integrieren, wird in Wiesbaden beseitigt. Ein Umdenken findet nicht statt. Auch die 1988 beim Bau der Mauritiusgalerie entdeckten und ebenfalls noch über 2 m hoch erhaltenen Reste der Stadtmauer wurden einfach abgerissen, anstatt sie als historische Attraktion in die Einkaufspassage zu integrieren.

Stadtmauer

Viel wichtiger, und ein in seiner Bedeutung für die Wiesbadener Stadtgeschichte unterschätzter Befund, ist jedoch die Entdeckung eines römischen Spitzgrabens in der Baugrube an der Mauergasse. Typisch für römische Militäranlagen, könnte er auf die Existenz eines weiteren römischen Militärlagers in der Wiesbadener Innenstadt hinweisen, zumal sich 1906 bei Ausschachtungsarbeiten zur Erweiterung des katholischen Schwesternhauses in der Friedrichstraße (heute befindet sich hier das Roncalli-Haus) und auch 1926 beim Bau der Erweiterung des Regierungsgebäudes an der Bahnhofstraße, ebenfalls römische Spitzgräben fanden. Ein zu vermutendes Erdkastell wäre also südlich der Mauergasse anzusiedeln und nicht in Richtung Landtag. Anstatt nun die einmalige Chance zu nutzen und die Baugrube großflächiger und ohne Zeitdruck zu untersuchen, wird weggebaggert.

Stadtmauer


Wiesbaden ist nicht nur die Stadt des Historismus, sondern besitzt eine Siedlungskontinuität von ca. 2000 Jahren. Doch diese Teile der Stadtgeschichte werden offenbar konsequent ignoriert und die baulichen Relikte entsorgt.

Thorsten Reiß


Minister Weimar will den Abriß

eines denkmalgeschützten Gebäudes

In der letzten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 14.05.09 wurde nach langer Diskussion und namentlicher Abstimmung mehrheitlich beschlossen, dem Land 10 Millionen EUR für Sanierungsmaßnahmen und zur Aufwertung des Areals des Gerichtsgebäudes zur Verfügung zu stellen. Wörtlich heißt es in dem Beschluß: „... dabei die wesentlichen städtebaulichen Anforderungen der Landeshauptstadt Wiesbaden, wie eine städtebaulich, stadtgestalterisch und denkmalpflegerisch verträgliche Baumassenverteilung, ... die Gebäudehöhen der umgebenden Bebauungen mit einem besonderen Augenmerk auf den denkmalgeschützten Baubestand, ... zu berücksichtigen“. Dem WT vom 03.06.09 war zu entnehmen, daß Hessens Finanzminister Karlheinz Weimar (CDU) das denkmalgeschützte Beamtenwohnhaus an der Oranienstraße und die ebenfalls denkmalgeschützten letzten Reste der Gefängnismauer nun beseitigen möchte, um das Areal für die geplante Bebauung durch die EBS freizuräumen.

Gefängnis

Das um 1875 entstandene Beamtenwohnhaus wurde zusammen mit dem Landgerichtsgefängnis errichtet. Das Gefängnis hat man 1996 sinnloserweise abgerissen und die so entstandene Brache stellte jahrelang einen innerstädtischen Schandfleck dar. Ebenfalls abgerissen wurden Teile der Einfriedungsmauer an der Albrechtstraße, nur an der Oranienstraße ist sie noch komplett erhalten. Für einen guten Architekten sollte es kein Problem darstellen, die beiden Objekte in eine Neubebauung zu integrieren. Man muß es nur wollen. Von einem Abriß denkmalgeschützter Substanz zu Gunsten der EBS war jedenfalls nie die Rede und dieses muß verhindert werden.

Gefängnis

Es ist schon verwunderlich, welche unterschiedlichen Maßstäbe der Staat beim Denkmalschutz anlegt, wenn er selbst bzw. ihm genehme Organisationen, mit Steuergeldern finanzierte Projekte verfolgen (für das Vorhaben der EBS sollen über 35 Millionen EUR von Stadt und Land zur Verfügung gestellt werden). Ein Privatmann dürfte sich einen solchen Umgang mit denkmalgeschützten Objekten nicht erlauben.

Es wäre wünschenswert, wenn der Vorstoß des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und des Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen vom 25.03.09, Denkmal-, Kulturgüter- und Welterbeschutz in Deutschland als Staatsaufgabe von hohem Rang zu verankern, Aussichten auf Erfolg hätte. Dann könnten auch Politiker wie Karlheinz Weimar Belange des Denkmalschutzes nicht mehr einfach ignorieren.

Thorsten Reiß                         Michael von Poser

 


Hofgartenplatz Sonnenberg

Im Rahmen der Hochwasserschutzmaßnahmen am Rambach soll, da dann die nötigen Gelder vorhanden sein werden, der Hofgartenplatz umgestaltet werden. Dabei soll die Idee aufgegriffen werden, den Rambach im Bereich Hofgartenplatz teilweise wieder freizulegen. Auf Antrag der Fraktion Bürgerliste Wiesbaden wurden die offenbar schon lange ausgearbeiteten und mit dem Ortsbeirat besprochenen Pläne im Ausschuß für Planung, Bau und Verkehr vorgestellt. Kritik kam nur von Seiten unserer Fraktion. Die grundsätzlich erstrebenswerte Freilegung des Baches wird in der städtischen Planung mit Baumaßnahmen begleitet, die das Bild des Sonnenberger Ortskerns zerstören. Wir halten die städtische Planung für verfehlt, wir möchten das begründen und einen andern Lösungsvorschlag machen.

Die städtische Planung sieht vor, daß das Wasser des Rambachs ziemlich weit vor dem Punkt, wo dieser in den Untergrund geht, geteilt wird. Ein Teil läuft in dem vorhandenen Rohr weiter, ein anderer Teil wird durch ein neues Kanalrohr abgezweigt und dann entlang der Kante des Hofgartenplatzes in einem offenen Kanal geführt, der ca. 2,5 m tief ist. Aus Sicherheitsgründen muß er zur Straße hin mit einer relativ hohen Betonmauer abgeschirmt werden. Zum Platz hin wird er durch eine weitläufige Terrassierung zugänglich gemacht. Da diese Terrassen sehr viel Raum beanspruchten, fallen eine Menge Parkplätze weg. Für diese soll Ersatz geschaffen werden, indem der Hang neben der Ortsverwaltung teilweise abgetragen und mit einer unschönen Mauer abgestützt wird.

Gegen einen solchen Umbau des Hofgartenplatzes ist einzuwenden:

  1. Es ergibt sich ein Platzbild, das in keiner Weise zu dem ursprünglich ländlichen Charakter der Stelle paßt und auch nicht mit der jetzigen baulichen Umgebung harmoniert: zuviel Beton, Eindruck der Unlebendigkeit, die Platzfläche besitzt keine Einheitlichkeit.
  2. Das Wasser im Kanal soll im unteren Bereich gestaut werden, dadurch entsteht ein tümpelhafter Zustand. Da im Sommer der Rambach sehr wenig Wasser führt und das noch aufgeteilt wird, wird im Kanal zu gewissen Zeiten kaum Wasser vorhanden sein und zuwenig Wasser abfließen.
  3. Eine Verschmutzung durch Abfälle ist wie im Innenstadtbereich zu befürchten.
  4. Die vorhandenen großen Bäume sollen möglicherweise durch kleinere ersetzt werden.
  5. Es fallen zu viele Parkplätze weg.
  6. Das Hineinbauen in den Hang mit dem Verlust an Bäumen ist nicht akzeptabel, eine solche Maßnahme wurde vom Dezernat Pös früher aus ökologischen Gründen abgelehnt. Der Hang ist als optisches Element für den Platz wichtig und erfüllt auch eine klimatische Funktion.

Der Platz eignet sich nicht mehr für Kerb und Flohmarkt.

Die Fraktion Bürgerliste Wiesbaden schlägt in Zusammenarbeit mit dem Sonnenberger Ortsbeiratsmitglied Gert Apfelstedt stattdessen vor:

  1. Der Abzweig des Bachwassers (und im Hochwasserfall eines Teils der Hochwassermenge) wird wie folgt eingerichtet: möglichst nah an dem Absturz des Wassers in die bisherige Verdolung vor der Gabelung Kreuzbergstraße/An der Stadtmauer und auf einer möglichst hohen Sohlenhöhe. Im Hochwasserfall fließt das zusätzliche Wasser durch das alte Rohr ab.
  2. Der Bach wird entlang dem Hofgartenplatz, und zwar länger als von der städtischen Planung vorgesehen, als offener Bach geführt, etwa so wie sich noch vor ca. 70 Jahren präsentierte, möglicherweise mit einer Einfassung, doch ohne hohe Betonmauer. Er wird einem natürlichen Gewässer nachgebildet und mit einer nicht zu steilen Böschung, evtl. einem kleinflächigen Zugang, gestaltet. Kleine Brücken fungieren als Überwege.
  3. Die Parkplatzfunktion wird flächeneffizient gebündelt. Beibehaltung eines (schmaleren) Fußwegs an der nördlichen Hausfront entlang. Eine ansehnliche zusammenhängende Freifläche bleibt erhalten. Das Ziel ist dabei, zu vermeiden, daß der Parkplatzverlust auf dem Hofgartenplatz dann zu dem  Bedarf an Ersatzparkplätzen südlich der Feuerwehr/Ortsverwaltung führt, bei dem mit einem gewaltigen Mauerbauwerk in den Hang eingegriffen und die bestehende Natursteinmauer abgebrochen würde. Diese Natursteinmauer und der Grünflächenhang werden erhalten.
  4. Die bestehenden Bäume an den Platzkanten L.- Buchelt-Str. und Danziger Straße bleiben stehen.
  5. Es gibt keine störenden Einbauten und Aufbauten auf dem Platz, so daß Kerb, Flohmarkt u. ä. Veranstaltungen weiter möglich sind.

Zu der Illustrierung unseres Vorschlags:

Die Zeichnung ist nur eine Anmutung, wie der Platz mit einer naturnahen Gestaltung des Bachlaufes aussehen könnte. Es geht nicht um die Festlegung von Einzelheiten. Eine der Ideen dabei ist, daß der Platz stärker eingegrünt wird, um die Automassen weniger auffällig zu machen. So könnte ähnlich wie am Dernschen Gelände, aber niedriger, durch eine Einfassung mit begrünten Drahtgittern das Platzbild verbessert werden.

Dr. Michael von Poser                 Thorsten Reiß

 


Preiswettbewerb

Häßlichste Neubauten der letzten zehn Jahre

1. Vorschläge aus der Bevölkerung

Die Fraktion Bürgerliste hat diesen Wettbewerb im letzten Jahr ausgeschrieben. Wir haben 243 Einsendungen mit insgesamt 301 Vorschlägen erhalten, d.h. einige Einsender haben mehrere Gebäude genannt. Es wurden 42 Objekte vorgeschlagen, von denen 25 die Wettbewerbsbedingungen erfüllten.

Bei einigen Vorschlägen handelt es sich nicht um Gebäude, sondern um Plätze oder eine Bushaltestelle (am Hauptbahnhof). In andern Fällen ist das vorgeschlagene Gebäude deutlich älter als zehn Jahre (z.B. Welfenhof). Einige vorgeschlagene Bauten sind nicht fertiggestellt, so daß das Preisgericht die Fassadengestaltung nicht beurteilen konnte (z.B. Justiz- und Verwaltungszentrum).

Das Votum der Bevölkerung sieht so aus:

  1. Klar an der Spitze steht das Luisenforum mit 118 Nennungen,
  2. an zweiter Stelle Café Lumen (37),
  3. an dritter der Kindergarten Marktkirche (28).

Es folgen:
Irenenstraße 1 (17),
Justiz und Verwaltungszentrum (9),
Café Central am Mauritiusplatz (8),   
Neubauten Paulinenstraße (8),
Schufa / Schiersteiner Hafen (8),   
Motel One (7),
Fichtestraße 13 (6).

Im Bildteil weiter unten zeigen wir alle vorgeschlagenen Gebäude.

 

2. Entscheidung des Preisgerichts

Das Preisgericht hat am 30. Januar getagt. Preisrichter waren die folgenden Personen:

  1. Wolfram Becker (Architekt),
  2. Dr. Werner Behrendt  (Stifter der Bernhard von Wiesen-Stifung zum Denkmalschutz auf Wiesbadener Friedhöfen),
  3. Dr. Meinrad von Engelberg (Kunsthistoriker an der TU Darmstadt),
  4. Dr. Olga Funke (Philologin und Fremdenführerin in Wiesbaden),
  5. Thorsten Reiß (Vorsitzender der Gesellschaft zur Pflege der Stadtgeschichte Wiesbadens Mattiaca, Mitglied der Fraktion Bürgerliste Wiesbaden).

Preisgericht

Das Preisgericht beurteilte die Gebäude nach 3 Kriterien:

    1. Ensemblegerechtigkeit, städtebauliche Einfügung;
    2. Fassadenstruktur, Proportionen;
    3. Material, Farbe.

In jeder Kategorie konnten vier Punke von 0 – 3 vergeben werden,
im Höchstfall also 45 Punkte.

Das Ergebnis der Preisgerichtssitzung stellt sich wie folgt dar:

Platz 1: Luisenforum (44 Punkte)

1. Platz Luisenforum

Luisenforum Einpassung

Luisenforum Bruecke

Platz 2: Neubauten Paulinenstraße 9 (39 Punkte)

2. Platz Paulinenstraße 9


Platz 3: Irenenstraße 1 (38 Punkte)

3. Platz Irenenstraße 1


Danach folgen auf Platz 4 mit jeweils 36 Punkten:

Café Alex 

Cafe Alex

Amselberg 11+13 

Amselberg 11-13

Bistro am Hofgartenplatz Sonnenberg

Bistro am Hofgartenplatz

Platz 5: Cafe Lumen (34)

Platz 5 Cafe Lumen

CafeLumen


Platz 6: Kindergarten Marktkirche (33)

Platz 6 Marktkirchenkindergarten

Marktkirchenkindergarten


Platz 7: Danziger Straße 66 (32)


Platz 8: Schufa Schiersteiner Hafen (31)

8 Platz Schufa Schiersteiner Hafen


Platz 9: Thomaestraße 1 (29)

9 Platz Thomaestrasse 1

Thomaestrasse 1


Platz 10: Schumannstraße 2 (27)

10 PlatzSchumannstrasse 2

 

3. Beurteilung des Luisenforums, der Neubauten in der Paulinenstraße und der Irenenstraße durch das Preisgericht:

Luisenform (Architekten: Gatermann + Schossig, Köln):

Das Gebäude negiert die städtebauliche Umgebung, wirkt aggressiv, soll offenbar ein Affront sein und wird immer ein Fremdkörper bleiben, kakophonische Gesamtwirkung. Übermächtig und rein kubisch, ohne mildernde Gliederung. Die Brücke, die schlimmer ist als der Vorgängerbau, zerstört die Sichtachse, mit unangenehmen Spiegeleffekten, nimmt nicht die Farbe und Form des Hauptgebäudes auf. Unmögliche Farbgebung (grelle Mode- und Warnfarbe), abstoßend glatte Platten als Verkleidung, bloße austauschbare technische Haut eines Konsumtempels.

Neubauten Paulinenstraße 9 (Architekt: Hans-Peter Gresser, Wiesbaden):

Ein besonders unerfreuliches Beispiel für Nachverdichtung an prominenter Stelle in einem Villengebiet. Keinerlei Rücksichtsnahme auf den Charakter der Nachbargebäude. In der Höhe orientiert sich das Neue allein an dem einzig wirklich großen  Gebäude an der Ecke. Die hintereinander gesetzten Bauten wirken als eine zusammenhängende Masse ohne Auflockerung. Die protzigen Balkone ergeben den Eindruck der Formlosigkeit, ihre Einfassungen sind zum Teil  aus einer Art bläulichem Plexiglas. Ansonsten dominiert ein totes Weiß, das hier überhaupt nicht hineinpassen will. Das Ensemble Paulinenstraße ist in unverantwortlicher Weise beschädigt.

Irenenstraße 1 (Architektin Rosemarie Otterbach, Wiesbaden):

Auffällig häßliche, effekthascherische Architektur, die in einem ursprünglich zurückhaltenden durchgrünten Wohngebiet wie ein Faustschlag wirkt. Gadenlose Ausnutzung der Ecksituation. Aufmotzung mit modischen Bauelementen wie den angeklebten Kuben und Spinnebeinsäulen  Ein Sammelsurium von Farben und Materialien. Gesamteindruck: ein aufspielerischer und mißglückter Gag.

 

4. Weitere Bemerkungen

Einerseits erweist die große Zahl von Vorschlägen, daß die Bevölkerung sehr viel häßliche Architektur wahrnimmt, was zu denken geben muß. Andererseits ist es auffällig, daß einige Neubauten der letzten Zeit gar nicht genannt wurden (Beispiele: das neue Karstadtgebäude oder das Eckhaus Faulbrunnenstraße / Kirchgasse). Es wäre interessant herauszufinden, welche Neubauten akzeptabel erscheinen und warum.

Das Preisgericht hat in einigen Fällen in den verschiedenen Kategorien ganz verschiedene Noten erteilt. Das Café Central am Mauritiusplatz etwa ist seiner Größe und städtebaulichen Einfügung gut beurteilt, als Architektur und in der Farbgebung als mißlungen eingestuft worden.

Unter den Gebäuden, die bei der Beurteilung sehr schlecht weggekommen sind, sind einige das Ergebnis von Architekturwettbewerben (Luisenforum, Justiz- und Verwaltungszentrum, das letztere wurde vom Preisgericht nicht behandelt, weil es nicht fertiggestellt ist). Solche Wettbewerbe sind also kein Heilmittel gegen Häßlichkeit. Zumindest ein als besonders mißraten eingestuftes Gebäude hat einen Preis für gelungene Architektur erhalten, nämlich das Café Central am Mauritiusplatz. Mitglieder des Architektenbeirats, die die Stadtplaner beraten, sind mit eigenen Gebäuden auf den vordersten Plätzen vertreten: Neubauten Paulinenstraße, Kindergarten Marktkirche.

Hier tut sich eine Kluft zwischen der offiziellen Belobigung von Gebäuden und der Einschätzung durch die Bevölkerung auf. Eine repräsentative Umfrage könnte noch mehr Klarheit schaffen.

 

5. Kleine Zitatauswahl aus Zuschriften

 Luisenforum

  1. „Monströse Häßlichkeit von brutaler Intensität: Vulgäre Signalfarben mit billig wirkender Optik mitten in der City“.

Georg Bausch

  1. „Entenschißgrün und Ernte23-Orange vereint mit einem undefinierbaren Kasten, reingeklatscht zwischen vorhandene Bebauung wie die Faust aufs Auge“.

Bettina Bobel-Stackfleth

  1. „Eine solche Material- und Farbauswahl kann doch nicht in den Innenstadtbereich einer Stadt transponiert werden, die den Titel „Weltkulturerbe des Historismus“ anstrebt – das paßt u.U. zu einem Einkaufspark draußen auf der Grünen Wiese oder einem Autokino“.

Gerhard Heß

  1. „Mein Votum für heute: das sog. Luisenforum, weil diese Art von Verschandelungsarchitektur treffend auch den aktuellen Zeitgeist trifft und symbolisiert: Ordinär und billig“.

Günter Schaefer

Lumen

  1. „. . . das „Dernsche Gelände“ (welch unmöglicher Name für einen schönen, offenen Platz) [kann] ein solches zweistöckiges Aquarium nicht vertragen“.

Günther Behrens

  1. „hässlich, Lumen, frdl. grüße, mp und hugo (hugo ist mein hund)“

Manfred Pfau

Justiz- und Verwaltungszentrum

  1. „Das im Rohbau fertiggestellte Gebäude ist von sehr einfacher Architektur, wirkt aber trotzdem klotzig und bedrohlich“.

Ferdinand Georgen

  1. „Die Omnipräsenz dieses Kolosses, sein unflätiges Heranrücken an die Straße erdrückt jeden Passanten. Da es in der hessischen Verfassung immer noch die Todesstrafe gibt, bieten sich im Innenhof des Gebäudes öffentliche Hinrichtungen an“.

Jonas Wirth

  1. „Obwohl es noch nicht ganz fertiggestellt ist, entscheide ich mich eindeutig für das Justizzentrum in der Mainzer Straße als Ausprägung eines „Gefängnisses für die Justiz“, dem Weiterstadt-Gefängnis nahekommend und zugleich als bauliches Abschreckungsbollwerk gegenüber Rechtssuchenden“.

Gerhard Strauch

Kindergarten an der Marktkirche

  1. „Die einzige Entschuldigung für dieses Gebäude, es verdeckt ein wenig die Erbärmlichkeit der Architektur des Gemeindehauses der Marktkirche“.

Bernhard von Issendorff

Hessischer Landtag

  1. „Hier wurde mit viel Steuergeld ein wahrlich graußliges Gebäude geschaffen . . Festungsartiger Eingang mit Schießscharten. Auf wen hier geschossen wird, wissen alle, die draußen stehen“.

Adolf Mozdrzen

 

6. Preisträger

Die Preisträger wurden durch Losverfahren aus den Zuschriften ermittelt.

Der 1. Preis (Spielmann-Atlas als CD-Rom mit Begleitbuch) geht an Herrn Georg Bausch ;

der 2. Preis (Wilfried Koch, Baustilkunde) an Herrn Jochen Elbert;

der 3. Preis (Jonathan Glancey, Architektur) an Frau Heidemarie Pühl.

 

Bildteil mit den restlichen vorgeschlagenen Gebäuden

Brita Arena

Brita-Arena

Beethovenstraße 3

Beethovenstraße 3


Ecke Ziegler - Patrickstraße

Ecke Ziegler/patrikstraße


BKA Äppelallee

BKA Äppelallee


Café Central Mauritiusplatz

Cafe Central


Dotzheimer Straße 147-165

Dotzheimer Straße 147-165


Fichtestraße 13

Fichtestraße 13


Hessischer Landtag

Hessischer Landtag


Justiz- und Verwaltungszentrum

Justiz und Verwaltungszentrum


Lagerhaus Mainzer Straße

Lagerhaus Mainzer Straße


Liliencarré

Liliencarre


MOTEL ONE

Motel One


NASPA 2. Ring/Dotzheimerstraße

Naspa 2. Ring


Peter-Sander-Straße 34

Peter-Sander Straße 34


Polizeirevier Bleichstraße

Polizeirevier Bleichstraße


Rheingaustraße 167-171

Rheingaustraße 167-171


Rhein-Main-Hallen

Rhein-Main-Hallen


Walkmühlanlage 11

Walkmühlanlage 11

Die komplette Dokumentation zum Preiswettbewerb können Sie sich hier als pdf-Datei herunterladen.

 

Als wir unseren Wettbewerb ausschrieben, wußten wir nicht, daß in Stuttgart vorher etwas Ähnliches stattgefunden hatte. Auslober war dort die Stiftung Architekturforum Baden-Württemberg, der Wettbewerb lief unter dem Titel: „Stuttgart soll schöner werden“. Die Bürger waren aufgefordert, „Ungenügendes, Unbefriedigendes, Schwarzfälle, das Häßliche zu dokumentieren“. In der Schrift dazu heißt es: „Das Echo des Wettbewerbs war überwältigend, 120 Teilnehmer/innen haben 350 Motive eingereicht“.

Stuttgart hat etwa doppelt so viele Einwohner wie Wiesbaden. Wir haben bei unserm Wettbewerb fast 250 Zuschriften mit über 300 Vorschlägen bekommen. Wir halten das für ein gutes Ergebnis, zumindest übertrifft es das „überwältigende Echo“ in Stuttgart. Es ist nicht repräsentativ, kein Zweifel, aber doch ein deutlicher Hinweis. Eine repräsentative Umfrage zur Architektur wäre nur zu wünschbar.


Aktuelle Themen Archiv:

Der Verdi-Container auf dem Luisenplatz

Sauberkeit an Wiesbadens Bushaltestellen

BMW auf dem Bowling Green

Aktuelles aus dem Umweltausschuß

 

   
weitere informative Internetseiten Pfeil Naturschutzhaus   Pfeil Mehr Demokratie   Pfeil Kein Kohlekraftwerk   Pfeil Stadt Wiesbaden Pfeil Mattiaca Wiesbaden
 
Copyright © 2008 BLW-Fraktion Wiesbaden