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Anträge der BLW Fraktion im Ausschuss für Umwelt und Sauberkeit

Überwucherung des öffentlichen Fußweges Treppenspindel ESWE-Hallenbad Mainzer Straße

Antrag der Stadtverordnetenfraktion BLW zur Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Sauberkeit am 23.01.2007

Betreff: Überwucherung des öffentlichen Fußweges Treppenspindel ESWE-Hallenbad Mainzer Straße

Das Geländer der Treppenspindel am ESWE-Hallenbad ist in Teilen von Kletterpflanzen überwuchert.

Der Ausschuß möge beschließen:

Der Magistrat wird gebeten zu berichten, wer für die Pflege dieses Bereiches zuständig ist und wann der letzte Pflegedurchgang erfolgte.

Beschluss:

Überwucherung des öffentlichen Fußweges Treppenspindel ESWE-Hallenbad
Mainzer Straße
Sitzung: 23.01.2007
07-F-07-0004
Beschluss Nr. 0012
Der Antrag der Fraktion Bürgerliste Wiesbaden vom 16.01.2007 betr.
Überwucherung des öffentlichen Fußweges Treppenspindel ESWE-Hallenbad Mainzer Straße
wird angenommen.

Beschluss Nr. 0058
Der Bericht des Magistrat vom 27.02.2007, wonach die Behinderungen am Geländer der Treppenspindel zwischenzeitlich beseitigt worden seien, wird zur Kenntnis genommen.


Faulbrunnen

Antrag der Stadtverordnetenfraktion BLW zur Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Sauberkeit am 23.01.2007

Betreff: Faulbrunnen

Seit geraumer Zeit ist das Wasser aus dem Laufbrunnen der Faulbrunnenanlage abgestellt. Die Anlage selbst ist seit Jahren in einem jämmerlichen Zustand.

Der Ausschuß möge beschließen:

Der Magistrat wird gebeten zu berichten,

  1. welche Maßnahmen gegen die Verschmutzung des Brunnens getroffen werden,
  2. wann der Brunnen wieder in Betrieb genommen wird,
  3. welche Maßnahmen geplant sind, um die bestehende Anlage kurzfristig wieder für Besucher attraktiv und nutzbar (Mineralwasserentnahme) zu machen.

Beschluss:

Faulbrunnen
Sitzung: 23.01.07
07-F -07-0007
Beschluss Nr. 0011
Der Antrag der Stadtverordnetenfraktion Bürgerliste Wiesbaden vom 16.01.2007 betr.
Faulbrunnen
findet durch die in der heutigen Sitzung geführte Aussprache und der Zusage des Magistrats, wonach die Wiederanstellung des Brunnens nach Umsetzung der Sitzungsvorlage 06-V-69-0013 erfolgen könne, seine Erledigung.


Neroberg

Antrag der Stadtverordnetenfraktion BLW zur Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Sauberkeit am 23.01.2007

Betreff: Neroberg

Der Neroberg, Wiesbadens Hausberg, zählt zu den am stärksten besuchten Ausflugszielen und ist ein Aushängeschild der hessischen Landeshauptstadt. Mit der Nerobergbahn und der Russischen Kirche besitzt er überregional bedeutende Attraktionen. Der Zustand der Fußwege in diesem Bereich – besonders der Weg aus dem Tal entlang der Nerobergbahn zum Gipfel und der Weg vom Opelbad zur Russischen Kirche – ist jedoch stark verbesserungswürdig.

Der Ausschuß möge beschließen:

Der Magistrat wird gebeten, eingedenk der Tatsache, daß das Jahr 2007 als Jahr des Historismus auch überregional beworben wird, zu berichten,

  1. welche kurzfristigen Maßnahmen in Planung sind, um den Zustand der Wege zu verbessern
  2. wann mit der Aufstellung einer geordneten Beschilderung, die auch auswärtigen Besuchern die Orientierung erleichtert, zu rechnen ist.

Beschluss:

Neroberg
Sitzung: 23.01.07
07-F-07-0008
Beschluss Nr. 0009
Der Antrag der Stadtverordnetenfraktion Bürgerliste Wiesbaden vom 16.01.2007 betr.
Neroberg
findet durch die in der heutigen Sitzung geführte Aussprache seine Erledigung.


Vogeltod am Bowling Green

Antrag der Stadtverordnetenfraktion BLW zur Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Sauberkeit am 23.01.2007

Betreff: Vogeltod am Bowling Green

Die neuen Glaszugangshäuschen zur Tiefgarage Bowling Green sind eine Todesfalle für Vögel. Immer wieder werden tote und verendende Tauben, die mit den offenbar für Vögel unsichtbaren Glasscheiben zusammenprallen, beobachtet (z.B. am 17.11.2006: zwei tote Tauben und die Abdrücke von 11 Vögeln an der nördlichen Glasscheibe des nordwestlichen Eingangshäuschens).

Der Ausschuß möge beschließen:

Der Magistrat wird gebeten zu berichten,

  1. welche Maßnahmen bei den Planungen der Glaseingangshäuschen in Bezug auf den Vogelschutz ergriffen wurden,
  2. welche Maßnahmen zur Verhinderung weiterer Vogelunfälle in Zukunft geplant sind.

Beschluss:

Vogeltod am Bowling Green
Sitzung: 23.01.2007
07-F-07-0001
Aus der Niederschrift des Sitzungsprotokolls:
Beschluss Nr. 0010
Herr Mengden: Es gebe einen Ortstermin mit den Betreibern.
Stadtv. Petri: Für die Zukunft sollte bei Bauvorhaben mit transparentem Glaswerk bei der Planung dieser Aspekt berücksichtigt werden.

- einstimmig -

Frischluftzufuhr Hofgartenplatz

Antrag der Fraktion Bürgerliste Wiesbaden zur Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Sauberkeit am 24. April 2007

Betreff: Frischluftzufuhr Hofgartenplatz

Vorbemerkung:

Im Umkreis des Hofgartenplatzes, der der Frischluftzufuhr bedarf, wird verdichtet: ein neues Gebäude ist auf dem Platz entstanden, der frühere Pfarrgarten ist abgeholzt für Wohnbebauung, an der Schuppstraße entstehen ebenfalls weitere Gebäude. Der Klimaatlas Wiesbaden klassifiziert die Hänge am Hofgartenplatz mit ihren Gärten als wichtig für die Frischluftzufuhr.

Angesichts dieser Tatbestände möge der  Ausschluß  beschließen:

der Magistrat wird gebeten zu berichten,

  1. ob es seitens der Verwaltung Pläne gibt, an der Nordseite des Hofgartenplatzes Sonnenberg neben der Ortsverwaltung  Bebauung zuzulassen;
  2. wie der Magistrat gedenkt, mit den Vorgaben des Klimagutachtens zum Hofgartenplatz und seiner Umgebung umzugehen.

Beschluss:

Frischluftzufuhr Hofgartenplatz
Sitzung: 24.04.2007
07-F-07-0020
Beschluss Nr. 0070
Der Antrag findet durch die in der heutigen Sitzung geführte Aussprache seine Erledigung.


Klettergarten Neroberg

Antrag der Fraktion Bürgerliste Wiesbaden zur Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Sauberkeit am 24. April 2007

Betreff: Klettergarten Neroberg

Der Presse war zu entnehmen, daß der Klettergarten auf dem Neroberg erweitert werden soll.

Der Ausschuß möge beschließen:

Der Magistrat wird gebeten zu berichten,

  1. warum dieses Vorhaben nicht zuerst im Umweltausschuß besprochen wurde und warum die Stadtverordneten darüber nicht informiert werden,
  2. wie die Planungen im Detail aussehen,
  3. welche Erfahrungen nach einjährigem Betrieb bezüglich Auswirkungen auf die Flora und Fauna, erhöhtes Verkehrsaufkommen, Verschmutzung und Lärmbelastung vorliegen,
  4. wie die geplante Erweiterung des Kletterparks sich auf die unter 3. genannten Punkte auswirken wird,
  5. wie die Einnahmen aus der Verpachtung des Areals verbucht werden.

Beschluss:

Klettergarten Neroberg
Sitzung: 24.04.2007
07-F-07-0017
Beschluss Nr. 0068
Der Antrag findet durch die in der heutigen Sitzung geführte Aussprache seine Erledigung.


Schloßpark Freudenberg

Antrag der Fraktion Bürgerliste Wiesbaden zur Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Sauberkeit am 24. April 2007

Betreff: Schloßpark Freudenberg

Das 1904/05 erbaute Schloß Freudenberg mit seiner Parkanlage ist ein Werk des renommierten Architekten Paul Schultze-Naumburg, zu dessen Schöpfungen u.a. Schloß Cecilienhof bei Potsdam zählt. Er errichtete es für den englischen Maler James Pitcairn-Knowles. Vor kurzem ließ der Erbbauberechtigte, der gemeinnützige Verein Freudenberg Gesellschaft Natur und Kunst, über 300 Bäume ungenehmigt fällen.
 
Der Ausschuß möge beschließen:

Der Magistrat wird gebeten zu berichten

  1. wie der momentane Sachstand zu den ungenehmigten Fällaktionen im Freudenberger Schloßpark ist,
  2. ob der gemeinnützige Verein Freudenberg Gesellschaft Natur und Kunst seit 2006 bis zum 31.03. eines jeden Jahres unaufgefordert einen Bericht mit dem Nachweis über die getätigten Pflege- und Instandhaltungsarbeiten des vorhergehenden Kalenderjahres vorgelegt hat,
  3. wie es sein kann, daß von einem „seit Jahrzehnten nicht mehr gepflegten Bestand“ gesprochen wird (WK 07.04.07), obwohl dem Verein, der das Gelände seit 1993 nutzt  und 2002 pachtete, von der Stadt eine nicht unerhebliche Summe für die Parkpflege zur Verfügung gestellt wurde,
  4. was mit dem Erlös aus dem Verkauf des ungenehmigten Holzeinschlags geschieht,
  5. welche Konsequenzen aus den Verstößen gegen die Bestimmungen des Erbbaurechtvertrages gezogen werden und ob nicht Punkt 11.1a) des Erbbaurechtvertrages erfüllt ist.

Beschluss:

Schloßpark Freudenpark
Sitzung: 24.04.2007
07-F-07-0019

Beschluss Nr. 0120
  1. Es wird zur Kenntnis genommen:

  • dass zwischenzeitlich Ersatzmaßnahmen verfügt wurden, wogegen der Verein Natur und Kunst Widerspruch eingelegt habe
  • Mit morgigen Datum ein Bußgeldbescheid erlassen werde
  • In dieser Woche ein Gespräch mit dem Verein geplant sei
  • Für Angaben zum Holzverkaufswert und für Fragen zum Erbbaurechtsvertrag Dezernat III zuständig sei.

2. der Magistrat wird gebeten kurzfristig zu prüfen, ob Konsequenzen aus den Verstößen gegen die Bestimmungen des Erbbaurechtvertrages geltend zu machen sind, damit diese ggfls. nicht durch Fristablauf nicht mehr verfolgbar sind.

3. Der Magistrat wird gebeten in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Sauberkeit am 04.09.2007 zu den noch offenen Fragen betr. Holzverkaufswert und Erbbaurechtsvertrag, sowie einem aktuellen Sachstand zu berichten.


Unter den Eichen

Antrag der Fraktion Bürgerliste Wiesbaden zur Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Sauberkeit am 24. April 2007

Betreff: Unter den Eichen

Der um 1897/98 parkartig angelegte Eichenhain in der Schleife der Schützenstraße und zu beiden Seiten der Straße Unter den Eichen mit seinen ca. 300 Jahre alten Eichen wird seit einigen Jahren durch den Abgang zahlreicher Baumriesen immer lichter.
 
Der Ausschuß möge beschließen:

Der Magistrat wird gebeten,

  1. zu berichten, welche Maßnahmen in Planung sind, um den Zustand der Parkanlage für die nächsten Jahrzehnte zu sichern,
  2. dafür Sorge zu tragen, daß durch Neupflanzungen der Eichenbestand gesichert wird.

Beschluss:

Unter den Eichen
Sitzung: 24.04.2007
07-F-07-0018
Beschluss Nr. 0069
Der Antrag findet durch die in der heutigen Sitzung geführte Aussprache seine Erledigung.


Abfallbehälter

Antrag der Fraktion Bürgerliste Wiesbaden zur Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Sauberkeit am 04. September 2007

Betreff: Abfallbehälter

Laut Zeitungsbericht fehlen im Innenstadtbereich Abfallbehälter. Das gilt auch für Außenbereiche wie das Westend (z.B. linke Seite Blücherstraße)

Der Ausschuß möge beschließen:

Der Magistrat wird gebeten darzulegen,

1) wie er die Versorgung der Stadt mit Abfallbehältern einschätzt;

2) ob er gedenkt,  Mängeln abzuhelfen und wenn ja, in welchem Zeitraum.

Beschluss:

Abfallbehälter
Sitzung: 04.09.2007
07-F-07-0029
Beschluss Nr. 0141
Einstimmig – angenommen


Wellritztal

Antrag der Fraktion Bürgerliste Wiesbaden zur Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Sauberkeit am 04. September 2007

Betreff: Wellritztal

Im Wellritztal findet eine – sehr begrüßenswerte  - Renaturierungsmaßnahme statt. Dabei sind entlang dem Bach eine große Zahl von Schautafeln aufgestellt worden, die zum Teil schon wieder beschädigt sind. Sie stören das Bild eines natürlichen Landschaftsteils, das doch gerade wieder hergestellt werden soll.

Angesichts dieses Beispiels möge der Ausschuß beschließen:

Der Magistrat wird gebeten zu prüfen,

ob bei der Maßnahme im Wellritztal, aber auch in anderen Fällen, durch eine zurückhaltendere Beschilderung – etwa zwei große Tafeln an den beiden Endstellen des beplanten Gebietes – der Zweck der Wiederherstellung natürlicher Verhältnisse und der Belehrung der Bevölkerung nicht besser erreicht wird.

Beschluss:

Wellritztal
Sitzung: 04.09.2007
07-F-07-0028
Beschluss Nr. 0140
Einstimmig – erledigt durch Aussprache


Bahnhofsvorplatz

Antrag der Fraktion Bürgerliste Wiesbaden zur Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Sauberkeit am 04. September 2007

Betreff: Bahnhofsvorplatz

Vorbemerkung:

Seit diesem Jahr ist die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes im Wesentlichen abgeschlossen. Leider sind viele Stellen verbesserungswürdig.

Der Umweltausschuß möge daher beschließen:

Der Magistrat wird gebeten

  1. zu veranlassen, daß die geschotterte Fläche unter der einzig verbliebenen Platane, auch im Rahmen der Biotopvernetzung, begrünt wird,
  2. zu prüfen, ob eine Erhöhung des Grünanteils auf der Platzfläche machbar ist,
  3. zu prüfen, ob es möglich ist, die Aufenthaltsqualität des Bahnhofsvorplatzes zum Liliencarré hin durch mehr und attraktivere Bänke zu erhöhen.

Beschluss:

Bahnhofsvorplatz
Sitzung: 04.09.2007
07-F-07-0034
Beschluss Nr. 0145
Stadtv. Milch beantragt die Umwandlung in einen Prüfantrag.
gegen BLW, Enthaltung SPD – angenommen


Ratten in der Stadt

Antrag der Fraktion Bürgerliste Wiesbaden zur Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Sauberkeit am 04. September 2007

Betreff: Ratten in der Stadt

Vorbemerkung:

Seit geraumer Zeit ist in Wiesbaden eine starke Vermehrung von Ratten zu beobachten. Nicht nur am Rheinufer und in den Parkanlagen tummeln sich in den Abendstunden die Nager, auch mitten in der Innenstadt auf dem Dernschen Gelände fühlen sich Ratten zunehmend heimisch. Selbst tagsüber finden sich plattgefahrene Ratten auf Wiesbadens Straßen, z. B. auf der Eltviller Straße. Die Hausbewohner bzw. –besitzer müssen immer wieder den Schädlingsbekämpfungsdienst kommen lassen, um die Keller und Hausanschlüsse rattenfrei zu halten, ohne dabei jedoch die Rückzugsorte der Ratten in der Kanalisation zu erreichen.

Der Umweltausschuß möge daher beschließen:

Der Magistrat wird gebeten

  1. zu berichten, welche Maßnahmen zur Zeit angewandt werden, um eine Ausbreitung der Rattenpopulation einzuschränken,
  2. zu prüfen, ob eine verstärktes Vorgehen gegen die Ratten, auch aus gesundheitlichen Gründen, angebracht ist,
  3. zu prüfen, wie hoch der finanzielle Aufwand für eine wirksame Bekämpfung wäre.

Beschluss:

Ratten in der Stadt
Sitzung: 04.09.2007
07-F-07-0035
Beschluss Nr. 0146
Einstimmig – durch Aussprache erledigt.


Baumfällungen auf dem Neroberg

Antrag der Fraktion Bürgerliste Wiesbaden zur Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Sauberkeit am 22. Januar 2008

Betreff: Baumfällungen auf dem Neroberg

Der Umweltausschuß möge beschließen:

Vorbemerkung:

In der Sitzung des Umweltausschusses am 27.11.2007 wurden die Baumfällungen im Bereich der russischen Kirche auf dem Neroberg angesprochen. Diese Baumfällungen hatten das Ziel, die historische Blickachse zwischen Monopteros und Kirche wiederherzustellen. Damit wurde eine langjährige Forderung verschiedener Institutionen, u.a. Bürgerbeirat und Ortsbeirat Nordost, erfüllt.

Bei den durchgeführten Maßnahmen hat man auch einige Koniferen, die als immergrüner Hintergrund der Kirche Bestandteil des Hoffmannschen Konzepts sind, gefällt.

Laut Auskunft der zuständigen Dezernentin bei o.g. Sitzung waren die Maßnahmen mit der Unteren Denkmalschutzbehörde abgesprochen. In Realität war dies jedoch nicht der Fall. Darüber hinaus konnte man der Presse (WT 29.11.07) entnehmen, daß nach Informationen der Baumschutzinitiative auch das Umweltamt nicht informiert worden war. 

Deshalb wird der Magistrat gebeten

1. zu erklären, wie es zu diesen widersprüchlichen Aussagen kommen konnte,

2. den juristischen Sachverhalt darzustellen,

3. zu berichten, welche kurz- und längerfristigen Maßnahmen im Bereich der russischen Kirche in Planung sind (Rodungs- und Schneidearbeiten, Neuanpflanzungen, saisonale Pflegearbeiten etc.), und ob diese mit den zuständigen Ämtern auch wirklich abgestimmt wurden,

4. konkrete Maßnahmen vorzuschlagen, wie im Vorfeld notwendiger Baumfällungen eine bessere Abstimmung der betroffenen Ämter bzw. Amtsbereiche untereinander erreicht werden kann, um in Zukunft derartige Vorfälle zu vermeiden.

Beschluss:

Baumfällungen auf dem Neroberg
Sitzung:22.01.2008
08-F-07-0001
Beschluss Nr. 0019
1 Die mündlichen Ausführungen des Magistrats werden zur Kenntnis genommen.
2. Der Magistrat wird gebeten, nach Erstellung das Konzept für den Bereich der Russischen Kirche dem Ausschuss vorzustellen.

Aus der Niederschrift des Sitzungsprotokolls:
Stadträtin Thies: Hält letzten Absatz der Begründung für ein Unding. Wäre mit Herrn Prof. Dr. Pös abgestimmt gewesen.
Herr Kowol: Mit der Denkmalbehörde sei einvernehmlich festgelegt worden, dass das Pflegeprogramm bei verschiedenen Bäumen durchgeführt wird. Zudem fänden Gespräche mit der Forstverwaltung statt.
Stadtv. Ries: Moniert, dass eine Beantwortung einer Anfrage aus der letzten Stadtverordnetenversammlung nicht ihm – wie zugesagt – schriftlich überlassen wurde. Vielmehr habe er die Antwort nun von der Bürgerinitiative bekommen. Hält dieses Verfahren für sehr merkwürdig.
Herr Reiß: Vermisst allgemeines Konzept. Fragt nach langfristigen Maßnahmen, Freihaltung des Blickes ins Tal und jährlichem Freischnitt der Sichtleiste.
- einstimmig -


Schutzhütten und Laufbrunnen im
Wiesbadener Stadtwald

Antrag der Fraktion Bürgerliste Wiesbaden zur Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Sauberkeit am 26.02.2008

Betreff: Schutzhütten und Laufbrunnen im Wiesbadener Stadtwald

Der Umweltausschuß möge beschließen:

Vorbemerkung:
Der Wiesbadener Stadtwald ist in hohem Maße durch seine Funktion als Erholungswald geprägt. Schon vor 150 Jahren wurde von Wiesbadener Bürgern auf dem Neroberg die erste Schutzhütte errichtet. Noch heute finden sich zahlreiche Hütten, die älteste stammt aus dem Jahr 1909, verstreut in den Wäldern. Einige werden mit privaten und öffentlichen Mitteln instand gehalten, andere, obwohl stadt- und kunsthistorisch bedeutsam, einfach abgerissen (Bogler-Hütte an der Fischzucht). In der Presse war vor geraumer Zeit von „einigen ausrangierten Schutzhütten, die vielleicht als Versammlungsraum geeignet sein könnten“, zu lesen (WT 05.10.07).

Zu den für Wanderer nützlichen Einrichtungen im Stadtwald zählen auch die zahlreichen Laufbrunnen und gefaßten Quellen, die ebenfalls mit hohem Kostenaufwand von Bürgern unserer Stadt errichtet worden sind. Leider ist festzustellen, daß dieses Erbe nicht nur nicht mehr gepflegt wird und sich in einem katastrophalen Zustand befindet, sondern sogar zurückgebaut werden soll.

Der Magistrat wird gebeten zu berichten,

  1. welche Maßnahmen im Zusammenhang mit den Schutzhütten in Planung sind,
  2. wie hoch der jährliche finanzielle Aufwand für den Unterhalt der Schutzhütten ist,
  3. welche Maßnahmen im Zusammenhang mit den Laufbrunnen und Quellen in Planung (bes. für die Habels-Quelle und den Karl-Kleins-Born) sind,
  4. wie hoch der jährliche finanzielle Aufwand für den Unterhalt der Laufbrunnen ist,
  5. ob eine regelmäßige protokollierte Zustandskontrolle von Schutzhütten und Laufbrunnen stattfindet,
  6. zu prüfen, ob der Unterhalt einzelner ausgewählter stadt- und kunsthistorisch bedeutsamer Schutzhütten und Quellen nicht über die Wiesbaden-Stiftung möglich wäre.

Beschluss:

Schutzhütten und Laufbrunnen im Wiesbadener Stadtwald
Sitzung: 26.02.08
08-F-07-0005
Beschluss Nr. 0044
Der Antrag der Fraktion Bürgerliste Wiesbaden vom 19.02.2008 wird in der folgenden Fassung angenommen:
Der Magistrat wird gebeten zu berichten,

  1. welche Maßnahmen im Zusammenhang mit den Schutzhütten in Planung sind,
  2. wie hoch der jährliche finanzielle Aufwand für den Unterhalt der Schutzhütten ist,
  3. welche Maßnahmen im Zusammenhang mit den Laufbrunnen und Quellen in Planung (bes. für die Habels-Quelle und den Karl-Kleins-Born) sind,
  4. wie hoch der jährliche finanzielle Aufwand für den Unterhalt der Laufbrunnen ist,
  5. ob eine regelmäßige protokollierte Zustandskontrolle von Schutzhütten und Laufbrunnen stattfindet,
  6. zu prüfen, ob der Unterhalt einzelner ausgewählter stadt- und kunsthistorisch bedeutsamer Schutzhütten und Quellen nicht über Dritte möglich wäre.

(Nr. 6 geändert durch den Ausschuss für Umwelt und Sauberkeit in seiner Sitzung vom 26.02.2008)

Beschluss des Magistrats

Nr. 0421 vom 27. Mai 2008Schutzhütten und Laufbrunnen im Wiesbadener Stadtwald
Antrag der Fraktion Bürgerliste Wiesbaden vom 19.02.2008

Der Bericht des Dezernates V vom 30.04.2008 wird zur Kenntnis genommen.

Tagesordnung I Punkt 12 der öffentlichen Sitzung am 12. August 2008

Vorlagen-Nr. 08-F-07-0005

 

Schutzhütten und Laufbrunnen im Wiesbadener Stadtwald

 Beschluss Nr. 0131
Der Bericht des Dezernates V vom 30.04.2008 wird zur Kenntnis genommen.
(antragsgemäß Magistrat 27.05.2008 BP 0421)


Baumfällung in der Mauergasse

Antrag der Fraktion Bürgerliste Wiesbaden zur Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Sauberkeit am 15.04.2008

 Betreff: Baumfällung in der Mauergasse

In der Mauergasse sind im Hinblick auf das Projekt „Dernsche Höfe“ gesunde und z.T. große Bäume gefällt worden. Laut Umweltamt wurde die Fällung aufgrund einer Bauvoranfrage und eines Antrags auf Abriß aus dem Jahr 2007 genehmigt. Ein Bauantrag lag nicht vor.

Im Hinblick auf diesen Vorgang möge der Ausschuß beschließen:

Der Magistrat wird gebeten darzulegen,

  1. ob es allgemeine Praxis ist, Baumfällungen aufgrund von Bauvoranfragen zu genehmigen;
  2. was die rechtliche Grundlage für diese Art Genehmigung ist;
  3. ob er bereit ist, Regeln aufzustellen, die verhindern, daß Fällgenehmigungen erteilt werden, bevor über ein Bauvorhaben entschieden ist.

Beschluss:

Baumfällung in der Mauergasse
Sitzung: 15.04.2008
08-F-07-0009
Beschluss Nr. 0062
Der Antrag der Fraktion Bürgerliste Wiesbaden vom 08.04.2008 findet durch die mündlichen Ausführungen durch Herrn Mengden seine Erledigung.

Aus der Niederschrift des Sitzungsprotokolls:
Herr Mengden: Wie bereits im Rahmen der Bürgerfragestunde dargestellt handele es sich um eine seltene Ausnahme.

- Einstimmig –

Einsatz von Laubbläsern

Antrag der Fraktion Bürgerliste Wiesbaden zur Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Sauberkeit am 15.04.2008

Betreff: Einsatz von Laubbläsern

Vorbemerkung:

In der Sitzung des Umweltausschusses vom 04.09.2007 wurde beschlossen, „zu prüfen, ob der Einsatz von Laubbläsern auf städtischen Flächen unterbleiben kann. Um qualifizierte Aussagen zum Beispiel zum Kostenfaktor Personaleinsatz pro Fläche treffen zu können, soll ein Pilotprojekt im Bereich des Warmen Dammes durchgeführt und ein Bericht gegeben werden.“ Da seit diesem Beschluß über ein halbes Jahr vergangen ist und die Zeit, in der hauptsächlich mit Laubbläsern gearbeitet wird, nämlich der Herbst, inzwischen vorbei ist, sollte der Bericht nun vorliegen.

Der Ausschuß möge beschließen:

Der Magistrat wird gebeten,
den versprochenen Bericht über den Einsatz von Laubbläsern in der Parkanlage Warmer Damm vorzulegen.

Beschluss:

Einsatz von Laubbläsern
Sitzung: 15.04.2008
08-F-07-0010
Beschluss Nr. 0063
Der Antrag der Fraktion Bürgerliste Wiesbaden vom 08.04.2008 wird zurückgestellt aufgrund der Ausführungen von Frau Elnain, wonach die Daten zwischenzeitlich erfasst, ausgewertet und hierüber eine Sitzungsvorlage erstellt wurde, die in den Geschäftsgang gehe.

Aus der Niederschrift des Sitzungsprotokolls:
einstimmig

Bericht wurde vorgelegt.


Bahnhofsvorplatz

Antrag der Fraktion Bürgerliste Wiesbaden zur Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Sauberkeit am 15.04.2008

 Betreff: Bahnhofsvorplatz

Vorbemerkung:

In der Sitzung vom 04.09.2007 hat der Umweltausschuß beschlossen, daß der Magistrat prüft

  1. ob die geschotterte Fläche unter der einzig verbliebenen Platane begrünt werden kann,
  2. ob eine Erhöhung des Grünanteils auf der Platzfläche machbar ist,
  3. ob es möglich ist, die Aufenthaltsqualität des Bahnhofsvorplatzes zum Liliencarré hin durch mehr und attraktivere Bänke zu erhöhen.

Der Ausschuß möge beschließen:

Der Magistrat wird gebeten, den Prüfbericht vorzulegen.

Beschluss:

Bahnhofsvorplatz
Sitzung: 15.04.2008
08-F-7-0011
Beschluss Nr. 0064
Der Antrag der Fraktion Bürgerliste Wiesbaden vom 08.04.2008 wird zurückgestellt bis zum Vorliegen der von Herrn Becker (Stadtplanungsamt) angekündigten Sitzungsvorlage.

Aus der Niederschrift des Sitzungsprotokolls:
einstimmig


Sauberkeit im Westend

Antrag der Fraktion Bürgerliste Wiesbaden zur Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Sauberkeit am 15.04.2008

Betreff: Sauberkeit im Westend

Die Verschmutzung des öffentlichen Raums im Westend, speziell in der Blücherstraße und Umgebung sowie am 1. Ring ist für Bewohner und Gäste nicht zumutbar. Die Bürgersteige sind mit ausgespuckten Kaugummis übersät. Fast immer liegen große Mengen von Abfall und  Zigarettenkippen herum, das letztere gilt besonders für den Außenbereich von Kiosken und Gaststätten. Baumscheiben aber auch Bürgersteige werden systematisch als Hundetoilette benutzt, so ist der Mittelstreifen des Rings aus diesem Grund kaum noch betretbar. Das Pflegen der bepflanzten Baumscheiben ist deshalb sehr mühsam, dies ist auch ein Grund dafür, daß viele davor zurückschrecken, ein Beet anzulegen.  Normal ist, daß an verschiedenen Stellen Sperrmüll abgelagert wird, am liebsten Anfang des Wochenendes; oft bleibt er tagelang liegen. Öffentliche Einrichtungen, auch die gerade neu aufgestellten Kästen der Telekom, sind besprayt wie auch Häuserwände und -türen. Haltestellen (z.B. Bleichstraße, Blücherstraße, Gneisenaustraße) sind meist in einem unappetitlichen Zustand der Verdreckung.

Vor diesem Hintergrund möge der Ausschuß beschließen:

Der Magistrat wird gebeten darzulegen, mit welchen Maßnahmen er gedenkt, die Sauberkeitslage im Westend nicht nur vorübergehend, sondern langfristig zu verbessern.

Beschluss:

Sauberkeit im Westend
Sitzung: 15.04.2008
08-F-07-0008

Beschluss Nr. 0061

Der Antrag der Fraktion Bürgerliste Wiesbaden vom 08.04.2008 findet durch in der heutigen Sitzung geführten Aussprache seine Erledigung unter der Zusage des Magistrats (Frau Stadträtin Zeimetz- Lorz), dass man ab 01.05.2008 in verschiedenen Aktionen im Stadtgebiet Wiesbaden betr. Sauberkeit tätig sein und dem Ausschuss Ende 2008 über die Erfahrungen berichten werde.

Aus der Niederschrift des Sitzungsprotokolls:
Stadtv. Wallmann: Bemängelt einseitige Sichtweise. Man dürfe nicht vergessen, dass die Sauberkeit im eigenen Wohnviertel auch etwas mit der Erziehung und den Verhältnissen der Bürger zu tun habe.
Stadtv. Schickel: „Demokratie der Fiktion der mündigen Bürger“. Hält Kontrolle für zu gering. Bürger seien zu bequem und lässig.
Stadtv. Reiß: Ausweitung auf ganzes Stadtgebiet möglich.
Stadträtin Zeimetz-Lorz: Probleme treten in verdichteten Gebieten häufiger auf. Gehen ab 1.5. vor Ort. Sprechen Verstöße gezielt an. Überlegen derzeit, Ordnungshüter in Zivil gehen zu lassen. Hundeanmeldungen werden jetzt im Bürgerbüro durchgeführt. Hier besteht die Möglichkeit, den Haltern einen Verhaltenskodex mit an die Hand zu geben.
Vorsitzende Dr. Reinhardt: Bittet um einen Erfahrungsbericht Ende 2008.

- Einstimmig -


Straßenbegleitgrün- und Straßenrand-Pflegemanagement

Antrag der Fraktion Bürgerliste Wiesbaden zur Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Sauberkeit am 12.08.2008

Betreff: Straßenbegleitgrün- und Straßenrand-Pflegemanagement

Vorbemerkung:

In Wiesbaden finden nahezu wöchentlich hochkarätige Veranstaltungen an verschiedenen Orten der Stadt statt. Zu diesen Veranstaltungen, deren Termine schon lange im Vorfeld bekannt sind, kommen zahlreiche Besucher aus dem In- und Ausland. Leider ist immer wieder zu beobachten, daß im direkten Umfeld der Veranstaltungsorte bzw. an den dorthin führenden Hauptstraßen die Pflege des Straßenbegleitgrüns und der Straßenränder sehr zu wünschen übrig läßt.
So ist es z. B. sehr verwunderlich, daß im Kreuzungsbereich Moltkering / New-York-Straße die Grünflächen kürzlich zwar frisch gemäht wurden, der Bereich des Unterführungsgeländers und die Unterführung selber mit den teilweise schon meterhohen Wildlingen jedoch nicht beachtet wurden (vgl. Frage 40 der BLW in der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 16.11.2006).

Der Umweltausschuß möge daher beschließen:

Der Magistrat wird gebeten

  1. zu veranlassen, daß eine bessere zeitliche Abstimmung zwischen den beteiligten Institutionen bezüglich der Pflege des Straßenbegleitgrüns und der Straßenränder erfolgt,
  2. zu veranlassen, daß die Pflege des Straßenbegleitgrüns und der Straßenränder mit dem Veranstaltungskalender der Stadt abgestimmt wird,
  3. dafür Sorge zu tragen, daß im Vorfeld bedeutender Veranstaltungen die Pflege an den entsprechenden Stellen intensiviert wird.

Beschluss:

Straßenbegleitgrün- und Straßenrand-Pflegemanagement
Sitzung: 12.08.08
08-F-07-0023
Beschluss Nr. 0124
Der Antrag wird abgelehnt.

Aus der Niederschrift des Sitzungsprotokolls:
Stadtv. Reiß ist mit der Beantwortung von Frau Stadträtin Thies nicht einverstanden. Die Antworten wären ihm bekannt gewesen und nicht erfragt.
Vorsitzende Dr. Reinhardt stellt die Ablehnung des Antrages mit den Stimmen von CDU, GRÜNE und FDP fest.
gegen SPD und BLW


Solarthermische / Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach der neuen Sporthalle am Platz der deutschen Einheit

Antrag der Fraktion Bürgerliste Wiesbaden zur Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Sauberkeit am 12.08.2008

Betreff: Solarthermische / Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach der neuen Sporthalle am Platz der deutschen Einheit

Vorbemerkung:

Die weltweiten Veränderungen des Klimas erfordern auch im kommunalen Bereich verstärkte Anstrengungen zur CO2 Vermeidung und energiepolitischen Umsteuerung. Der Ausbau von erneuerbaren Energien besitzt dabei eine zentrale Bedeutung. So ist zur Umsetzung der Klimaschutzziele aus dem Klimaschutzbericht für den Bereich der Primärenergieversorgung der Landeshauptstadt Wiesbaden ein verstärkter Ausbau erneuerbarer Energien zur Erreichung der Klimaschutzziele zwingend geboten.
Für Wiesbaden sind Solarthermie, Thermalwasser, Geothermie und Biomasse als erneuerbare Energien von Bedeutung. In all diesen Bereichen sind dezentrale Anlagen zukünftig verstärkt einzuführen.
Die Landeshauptstadt Wiesbaden fördert die Steigerung des Anteils regenerativer Energien seit langer Zeit in vielfältiger Weise.
Mit dem Einsatz zahlreicher erneuerbarer Energieträger ist oftmals aber auch ein zusätzlicher Flächen- und Bodenverbrauch inklusive der Beeinträchtigung des Landschaftsbildes verbunden, während durch die Nutzung neu entstehender Dächer mit relativ wenig Aufwand ein in der Summe sehr großes Energiepotential aktiviert werden kann.

Der Umweltausschuß möge daher beschließen:

Der Magistrat wird gebeten, um den Ausbau der erneuerbaren Energien auf dem Gebiet der Landeshauptstadt Wiesbaden voranzutreiben und somit einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten,

  1. dafür zu sorgen, daß auf dem Dach des im Entstehen begriffenen Komplexes der Sporthalle auf dem Platz der deutschen Einheit solarthermische / Photovoltaik-Anlagen installiert werden,
  2. die planungsrechtlichen Vorraussetzungen zu schaffen, um bei zukünftigen gewerblichen Bauvorhaben den Einbau von solarthermischen / Photovoltaik-Anlagen auf - ansonsten ungenutzten - geeigneten Dachanlagen zwingend vorzuschreiben.

Beschluss:

Solarthermische/Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach der neuen Sporthalle am Platz der deutschen Einheit
Sitzung: 12.08.08
08-F-07-0024
Beschluss Nr. 0125
Der Antrag wird in der folgenden Fassung angenommen:
Der Magistrat wird gebeten, um den Ausbau der erneuerbaren Energien auf dem Gebiet der Landeshauptstadt Wiesbaden voranzutreiben und somit einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten,

  1. den Wunsch des Ausschusses für Umwelt und Sauberkeit zu berücksichtigen, dass als Empfehlung für das Projekt „ Sporthalle auf dem Platz der deutschen Einheit“ auf dem Dach des im Entstehen begriffenen Komplexes  solarthermische / Photovoltaik-Anlagen installiert werden,
  2. die planungsrechtlichen Vorraussetzungen zu prüfen, ob bei zukünftigen gewerblichen Bauvorhaben der Einbau von solarthermischen / Photovoltaik-Anlagen auf - ansonsten ungenutzten - geeigneten Dachanlagen zwingend vorgeschrieben werden kann.

Sauberkeit an Haltestellen

Antrag der Fraktion Bürgerliste Wiesbaden zur Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Sauberkeit am 28.11.2008

Betreff: Sauberkeit an Haltestellen

Gemäß einer Vereinbarung zwischen Eswe-Verkehr und ELW sind die letzteren für die Sauberkeit an Bushaltestellen im Stadtbereich zuständig. Die Haltestellen werden verschieden oft gereinigt, je nach dem Verschmutzungsgrad. Auch bei zweifacher Säuberung einer Haltestelle kommt es nach relativ kurzer Zeit wieder zur Vermüllung. Wichtige Haltestellen im Stadtbereich (z.B. am Hauptbahnhof, am 1. Ring, in der Friedrichstraße, in der Bleichstraße und in der Blücherstraße) sind oft in einem ekelhaften Zustand, Mengen von Abfall und Kippen liegen herum (die Fraktion BLW hat das durch Fotos dokumentiert).
Es zeigt sich also, daß selbst regelmäßige und gründliche Reinigungen die Sauberkeit der Haltestellen nicht gewährleisten, weil ein Teil der Bevölkerung sich einfach nicht an die Regeln hält und von den vorhandenen Abfallbehältern keinen Gebrauch macht. Nur durch zusätzliche Maßnahmen kann hier Abhilfe geschaffen werden.

Der Ausschuß möge deshalb beschließen:

Der Magistrat wird gebeten,

  1. darzulegen, ob er bereit ist, durch schärfere Kontrollen an Haltestellen für deren Sauberkeit zu sorgen und die im Bußgeldkatalog vorgesehenen Strafgelder auch tatsächlich zu verhängen;
  2. Angaben zum benötigten Personal und zu den Kosten zu machen, die entstehen könnten.

Beschluss:

Sauberkeit an Haltestellen
Sitzung: 25.11.2008
08-F-07-0030

Beschluss Nr. 0191
Der Antrag wird angenommen.

Beschluss des Ausschusses für Umwelt und Sauberkeit Nr. 0191 vom 25.11.2008

Beschluss Nr. 0075
Der Bericht des Dezernates VII vom 04.02.2009 wird zur Kenntnis genommen.
Der Ausschuss für Umwelt und Sauberkeit bemängelt das vermehrte Vorkommen von weggeworfenen Zigarettenkippen an Bushaltestellen und bittet den Magistrat auch diesbezüglich Rücksprache mit ESWE/Verkehr und Wibus zu führen.


Winterdienst

Antrag der Fraktion Bürgerliste Wiesbaden zur Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Sauberkeit am 27.01.2009

Betreff: Winterdienst

Vorbemerkung:

In dem von den ELW herausgegebenen Faltblatt „Straßenreinigung und Winterdienst in den Vororten“ und in der Straßenreinigungssatzung finden sich einige Passagen, die der näheren Erläuterung bedürfen. So heißt es u. a.: (§ 6 Abs. 2) „Auf den Gehwegen ist mindestens ein 1 Meter breiter Streifen zu räumen. …ist in einer Breite von mindestens 1,50 m zu streuen.“ Manche kleine Straßen haben aber gar keinen Gehweg bzw. einen schmäleren. Wo ist dann der Schnee zu lagern?
„Den Winterdienst auf den Fahrbahnen übernehmen die ELW für Sie“. Dennoch waren z. B. in Erbenheim zahlreiche Straßen wochenlang eine Eispiste.

Der Umweltausschuß möge daher beschließen:

Der Magistrat wird gebeten zu berichten,

  1. wie § 6 Abs. 2 in kleinen Dorfstraßen umzusetzen ist,
  2. warum die ELW ihrer eigenen Räumpflicht offensichtlich nicht nachkommen,
  3. in welchem Umfang die Räumpflicht der Bürger durch das zuständige Amt kontrolliert wird,
  4. welche Maßnahmen ergriffen werden, wenn Grundstückseigentümer ihrer Räumpflicht nicht nachkommen?

Beschluss:

Winterdienst
Sitzung: 27.01.2009
09-F-07-0005
Beschluss Nr. 0021
Der Antrag wird in folgender Fassung angenommen:
Der Magistrat wird gebeten zu berichten,

  1. wie § 6 Abs. 2 in kleinen Dorfstraßen umzusetzen ist,
  2. in welchem Umfang die Räumpflicht der Bürger und das Streusalzverbot durch das zuständige Amt kontrolliert werden,
  3. welche Maßnahmen ergriffen werden, wenn Grundstückseigentümer ihrer Räumpflicht falsch oder nicht nachkommen?

einstimmig

Anmerkung Stv. Reiß: Der Bericht ließ mehrere Monate auf sich warten. Es wurde keine zufriedenstellende Antwort gegeben.


Naturschutzmaßnahmen beim Durchbruch Goerdeler Straße/Klarenthaler Straße

Antrag der Fraktion Bürgerliste Wiesbaden zur Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Sauberkeit am 27.01.2009

Betreff: Naturschutzmaßnahmen beim Durchbruch Goerdeler Straße/Klarenthaler Straße

Auf unsere Anfrage zu Naturschutzmaßnahmen beim Durchbruch Goerdeler Straße /Klarenthaler Straße wurde uns  (SV-Nr. 08-V-66-0262 /Frage 109/08 Bürgerliste Wiesbaden) mitgeteilt, daß ein artenschutzrechtliches Gutachten mit Erfassung der Brutvogelfauna  in Auftrag gegeben wurde und eine ökologische Baubegleitung durch Herrn Hilgendorf erfolgen soll. Das Gutachten soll Anfang Februar vorliegen, die Rodungsarbeiten sind für die Zeit zwischen Ende Februar und Mitte März vorgesehen.
Hier ergibt sich folgende Frage:  Wie kann eine Brutvogelerfassung erfolgen, wenn, wie aus der Antwort zu entnehmen, erst ab der 50. Kalenderwoche (Dezember) mit der Begutachtung/Bestandserhebung begonnen wurde, aber schon im Laufe des Februars vollendete Tatsachen geschaffen werden?
Davon abgesehen, daß ja wohl eine Vegetationsperiode für eine Beurteilung notwendig ist, bezieht sich eine solche Fragestellung auch auf (evtl. geschützte) winterschlafende Tierarten, die u.a. in Baum- und Erdhöhlen, Komposthaufen usw. überwintern.
Ohne genaue Kenntnis der Sachlage über Vorkommen bestimmter Arten sind auch wiederum notwendige  Ausgleichs- und Artenschutzmaßnahmen unseres Erachtens nicht gezielt zu vollziehen. Daß eine ökologische Baubegleitplanung erfolgt, wird sicher diese Versäumnisse etwas abmildern, löst jedoch das Problem nicht.

Der Ausschuß möge beschließen:

Der Magistrat wird gebeten darzulegen:

1) wie er in diesem Fall der Sache des Artenschutzes wirklich gerecht werden will;

2) ob und, wenn ja, aus welchem Grund er die dargestellte Vorgehensweise für rechtlich einwandfrei hält;

3) wie zukünftig in ähnlichen Fällen der Artenschutz in vollem Umfang gewährleistet werden soll.

Beschluss:

Naturschutzmaßnahmen beim Durchbruch Goerdeler Straße/
Klarenthaler Straße
Sitzung: 27.01.2009
09-F-07-0004
Beschluss Nr. 0010
Der Antrag ist durch die Aussprache erledigt.

Aus der Niederschrift des Sitzungsprotokolls:
Naturschutzmaßnahmen beim Durchbruch Goerdeler Straße/Klarenthaler Straße
Antrag der Fraktion Bürgerliste Wiesbaden
vom 14.01.2009

Herr Mengden: Halten Vorgehen in dieser Angelegenheit in vollem Umfang für den rechtlich einwandfrei und auch dem Artenschutz angemessen.
Haben in den letzten 2 Jahren – und sind noch dabei- eine Biotoptypkartierung durchgeführt. D.h. erfassen für bestimmte Biotopgebiete und Gartengebiete die typische Vegetation und auch die typischen Tierarten, die dort vorhanden sind. Gilt auch für die Vogelarten. Dadurch haben sie zu ca. 85- 90 % tatsächlich Kenntnis von den Vögeln u.a. Tierarten, die dort zu beachten und entsprechend artenschutzrechtlich auch zu behandeln sind. Sind also nicht unwissend, sondern haben eine besondere Kenntnis.
Was nicht im Einzelnen vorliegt, ist der tatsächliche Bestand an Tieren in diesem Bereich, die in Erdhöhlen und Komposthaufen jetzt überwintern. Daher mache man aber auch die Bestandsaufnahme jetzt, um genau dieser Fragestellung nachzugehen. Der Gutachter ist beauftragt die Habitatstrukturen, potenziellen Lebensräume und Tiere zu erfassen, die im Moment im Gebiet leben bzw. überwintern.  Diese Bestandserfassung ist besonders wichtig, da man auch eine Rodung vornehmen muss. Hierfür wird ein Managementkonzept erstellt, damit die Tiere nicht einfach durch Rodungsarbeiten Schaden erleiden (gegebenenfalls Umsiedlung). Daher jetzt im Winter diese Aufnahme vor der Rodung.

Zudem sei eine Begleitung von Artenschutzexperten während Rodung und Baus vorgeschrieben worden. Das sei etwas Neues. Über die ökologische Baubegleitung möglich, dass auch später aufgefundene Tiere sich weiter in diesem Bereich aufhalten können. Die Maßnahme ist auf die Planung und die Zeit abgestimmt und erfasst natürlich zu einem späteren Zeitpunkt auch noch die Brutvögel insgesamt.

                   Einstimmig


Neugestaltung der Taunusstraße

Antrag der Fraktion Bürgerliste Wiesbaden zur Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Sauberkeit am 10. März 2009

Betreff: Neugestaltung der Taunusstraße

Vorbemerkung:

Die mit einem Eingriff in die Baumpflanzungen verbundene Neugestaltung der Taunusstraße wird z. Zt. kontrovers diskutiert. Nach einem Entwurf des Stadtplanungsamtes sollen 42 der bestehenden 98 Bäume gefällt werden. 25 Ersatzbäume sind vorgesehen. Als einer der Gründe für die notwendigen Fällmaßnahmen wird die mangelnde Pflege in der Vergangenheit angeführt. Bisher wurde die Planung nicht dem Umweltausschuß vorgestellt.

Der Umweltausschuß möge daher beschließen:

Der Magistrat wird gebeten

1. die aktuellen Planungen zur Taunusstraße dem Umweltausschuß vorzustellen,

2. darzulegen, wie eine zukünftige regelmäßige, jahrzehntelange Pflege gewährleistet werden kann.

Beschluss:

Neugestaltung der Taunusstraße
Sitzung: 10.03.2009
09-F-07-0007
Beschluss Nr. 0038
Der Antrag wird angenommen.

Aus der Niederschrift des Sitzungsprotokolls:
Stellv. Vorsitzende Frau Petri stellt Einvernehmen darüber fest, dass im Ausschuss für Umwelt und Sauberkeit erschienenen Vertreter/Vertreterinnen der beiden Bürgerinitiativen (Frau Ewert und Herrn Bausinger) Rederecht zu diesem Tagesordnungspunkt eingeräumt wird.
Einstimmig


Bahnhofsvorplatz 3

Antrag der Fraktion Bürgerliste Wiesbaden zur Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Sauberkeit am 28. April 2009

Betreff: Bahnhofsvorplatz 3


Vorbemerkung:
In der Sitzung vom 04.09.2007 hat der Umweltausschuß beschlossen, daß der Magistrat prüft,

  1. ob die geschotterte Fläche unter der einzig verbliebenen Platane begrünt werden kann,
  2. ob eine Erhöhung des Grünanteils auf der Platzfläche machbar ist,
  3. ob es möglich ist, die Aufenthaltsqualität des Bahnhofsvorplatzes zum Liliencarré hin durch mehr und attraktivere Bänke zu erhöhen.

In der Sitzung des Umweltausschusses vom 15.04.2008 wurde zugesagt, den Bericht in der nächsten Sitzung vorzulegen. Dies ist bis heute nicht geschehen.
Der Ausschuß möge beschließen:
Der Magistrat wird daher erneut gebeten, den Prüfbericht vorzulegen.

Beschluss:

Bahnhofsvorplatz 3
Sitzung: 28.04.2009
09-F-07-0014
Beschluss Nr. 0063
Einstimmig


„Öffentliches Bunt“

Antrag der Fraktion Bürgerliste Wiesbaden zur Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Sauberkeit am 28. April 2009

Betreff: „Öffentliches Bunt“

Auch in Wiesbaden liegt im Bereich des „Öffentlichen Grün“ ein großes Potential zur Umwandlung in „Öffentliches Bunt“, was auch im Allgemeinen dem Bürgerwunsch entspricht.
Viele Gemeinden, u.a. Reutlingen, Mössingen, Wangen usw. haben dadurch die Bewirtschaftungskosten der regelmäßig zu mähenden, öffentlichen Grünflächen, die sich fast nur als Rasenflächen darstellen, senken können und darüber hinaus dem Stadtbild ein positiveres Image geben können (vgl. www.blumenwiesen-moessingen.de).
Durch entsprechende Aussaat von Pflanzen mit unterschiedlichen Blühzeitpunkten (z.B. Mohn, Flockenblume, Ysop, Blauminze, Königskerze, Kornblume usw.) ist ein buntes Bild ohne Pflegeaufwand, Wässerung usw. über einen längeren Zeitraum möglich und eine Bereicherung auch für Kreisel, Verkehrsinseln und ähnlich gelagerte Bereiche; - ausgenommen sind selbstverständlich ohnehin naturnahe Flächen, denkmalgeschützte Parkanlagen und Blumenrabatten.

Der Ausschuß möge beschließen:

Der Magistrat wird gebeten zu prüfen:

  1. ob Flächen und Randbereiche für die Maßnahme „Öffentliches Bunt“ zur Verfügung gestellt werden könnten.
  2. ob auch Kreisel, Verkehrsinseln und ähnliche kleinflächige Bereiche (unter Berücksichtigung der Aussaat von entsprechenden Saaten mit unterschiedlichsten Blühzeitpunkten) kostengünstiger oder zumindest kostengleich bewirtschaftet werden können.
  3. ob die Möglichkeit des „Öffentlichen Bunt“, die zusätzlich auch den heimischen Insekten zugute kommt  (vgl. www.bluehende-landschaft.de), beispielsweise auch als Projekt z.B.

 

    • am 1. Ring in der Mittelinsel vom Bahnhof Richtung Landeshaus
    • im vorderen Teil Friedrich-Ebert-Allee/Bahnhof Richtung Museum
    • im Mittelstreifen Rheinstraße von Adolfsallee Richtung Museum
    • in den Mittelinseln Biebricher Allee ab Anfang 1. Ring und
    • im weiteren Verlauf der Biebricher Allee /Rasenflächen links u. rechts bis Henkell
    • im Buswendekreisel Graf-von-Galen-Straße/Klarenthal
    • Äppelallee ab Ecke Biebr.Allee/Rasenflächen links u. rechts

durchgeführt werden könnte.

Beschluss:

Öffentliches Bunt
Sitzung: 28.04.2009
09-F-07-0013
Beschluss Nr. 0062
Der Antrag wurde einstimmig angenommen.


Bodenbelastung im Bereich Goerdelerstraße

Dringlichkeitsantrag der Fraktion Bürgerliste Wiesbaden zur Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Sauberkeit am 16. Juni 2009

Betreff: Bodenbelastung im Bereich Goerdelerstraße

Im Rahmen der Baumaßnahmen Anbindung der Goerdelerstraße an die Klarenthaler Straße hat sich, nachdem ein erstes Gutachten die Böden für unbelastet erklärt hat, durch ein zweites Gutachten herausgestellt, daß die Böden teilweise durch Blei und Arsen belastet sind und deshalb abgetragen werden müssen. Die Frage erhebt sich, ob Gesundheitsgefahren bestehen für die Gartennutzer in der Nähe der neuen Straße.

Der Ausschuß möge beschließen:

Der Magistrat wird gebeten darzulegen,

  1. ob die Bodenbelastung auch Gärten im Umfeld der geplanten Straße betrifft;
  2. wie der Magistrat in der Sache zu verfahren gedenkt, um alle Gesundheitsrisiken auszuschließen.

Beschluss:

Bodenbelastung im Bereich Goerdeler Straße
Sitzung: 26.06.2009
09-F-07-0019
Beschluss-Nr. 0098 (21.08.2009)
Der Magistrat wird gebeten darzulegen,

  1. ob die Bodenbelastung auch Gärten im Umfeld der geplanten Straße betrifft;
  2. wie der Magistrat in der Sache zu verfahren gedenkt, um alle Gesundheitsrisiken auszuschließen.

Zu Punkt 1.) :
Im Vorfeld der Baumaßnahme zur Anbindung der Goerdelerstraße an die Klarenthaler Straße wurde seitens des Tiefbauamtes ein Gutachten zur Baugrunderkundung, geotechnischer Beratung und abfallrechtlicher Untersuchung beauftragt. Dementsprechend beschränkt sich der Untersuchungsbereich auf den Verlauf der geplanten Straßen- und Kanaltrasse. Flächen im Umfeld wurden nicht untersucht. Analysen zur abfalltechnischen Einstufung des Aushubmaterials belegen für den gewachsenen Boden Schadstoffgehalte für Blei und Arsen, welche eine uneingeschränkte Wiederverwertung nicht zulassen, sodass diese über den Deponieweg einer geordneten Entsorgung zuzuführen sind. In Bezug auf den Wirkungspfad Boden – Mensch überschreiten lediglich zwei Proben den hier anzusetzenden Prüfwert der Bundes-Bodenschutzverordnung für Arsen (As = 50 mg/kg)  mit Gehalten von 70,2 mg/kg bzw. 86,0  mg/kg. Ob ähnliche Gehalte auch in Böden der benachbarten Kleingärten vorliegen kann aufgrund der derzeit vorliegenden Daten jedoch nicht beurteilt werden.

Zu Punkt 2.):
Um zu prüfen, ob eine – möglicherweise geogen bedingte – Arsenbelastung auch in den angrenzenden Gärten vorliegt, sind weitere umwelttechnische Untersuchungen erforderlich. Das Umweltamt der Landeshauptstadt Wiesbaden plant, diese in Abstimmung mit dem zuständigen Dezernat des Regierungspräsidiums Darmstadt in absehbarer Zeit durchzuführen.
Ein umgehender Handlungsbedarf aufgrund der bislang festgestellten, relativ geringen Prüfwertüberschreitungen für Arsen besteht für die umliegenden Kleingärten derzeit nicht.   

Beschluss Nr. 0126
Der Bericht des Dezernates V vom 21.08.2009 wird zur Kenntnis genommen.
Aufgrund der kurzfristigen Vorlage des Berichts besteht die Möglichkeit einer weiteren Beratung in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Sauberkeit. Die Ausschussmitglieder werden gebeten einen eventuellen Bedarf rechtzeitig anzuzeigen.
einstimmig


Ökologische Belange zur Neugestaltung der
John-F.-Kennedy-Straße

Antrag der Fraktion Bürgerliste Wiesbaden für die Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Sauberkeit am 1. September. 2009

Betreff: Ökologische Belange zur Neugestaltung der John-F.-Kennedy-Straße

Vorbemerkung:

Die Entwürfe für die Neugestaltung der John-F.-Kennedy-Straße im Bereich der Nummer 1 und des Buswendehammers zu einer Platzanlage wurden vor einiger Zeit in einer Ausstellung des städtischen Planungsamtes präsentiert und der Siegerentwurf in der Presse vorgestellt.

Der Umweltausschuß möge daher beschließen:

Der Magistrat wird gebeten,

  1. die aktuellen Planungen zur John.-F.-Kennedy-Straße unter Berücksichtigung der ökologischen Belange dem Umweltausschuß vorzustellen,
  2. einen Vergleich des gesamten beplanten Areals unter ökologischen Gesichtspunkten zum heutigen Zustand zu geben.

Beschluss:

Ökologische Belange zur Neugestaltung der John-F.-Kennedy-Straße
Sitzung: 01.09.2009
09-F-07-0021
Beschluss Nr. 0121
Der Antrag wurde einstimmig angenommen.


Neue Landschaftsschutzverordnung

Antrag der Fraktion Bürgerliste Wiesbaden für die Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Sauberkeit am 1. September. 2009

Betreff: Neue Landschaftsschutzverordnung

Vorbemerkung:

Die ehemals bestehende Landschaftsschutzverordnung wurde mit Inkrafttreten der Verordnung Natura 2000 außer Kraft gesetzt. Diese zielt auf den Schutz bestimmter Arten und Lebensräume ab, beinhaltet nur allgemeine Ziele und enthält kaum konkrete Regelungs- und Genehmigungstatbestände zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes und der Erhaltung des Landschaftsbildes. Auch betrifft die Verordnung nur die Natura 2000–Gebiete, die im Stadtbereich zur Zeit fast ausschließlich als Wald und Rheinauen bestehen.

In allen andern Bereichen der Landschaft tritt auch für den Bürger eine Rechtsunsicherheit bezüglich der Gebote bzw. Verbote auf. Die bestehende Lücke ist nur durch eine gesonderte Verordnung zu füllen. Auch im Hinblick der Verwaltungsvereinfachung ist hier Eile geboten, da auch unsere besonders wertvollen Landschaftsteile gefährdet sind.

Der Entwurf einer neuen Landschaftsschutzverordnung liegt seit geraumer Zeit vor. Durch die Verlängerung des Abgabetermins der Stellungnahme der Stadt Wiesbaden und z.B. der Absage von Besprechungen diesbezüglich mit den Ortsbeiräten sind Spekulationen aufgetreten.

Der Ausschuß möge beschließen:

Der Magistrat wird gebeten darzulegen,

  1. wie er grundsätzlich zu der im Entwurf vorliegenden neuen Landschaftsschutzverordnung für Wiesbaden steht;
  2. was der gegenwärtige Sachstand ist;
  3. ob eine positive Stellungnahme der Landeshauptstadt fristgemäß beim Regierungspräsidenten abgegeben wird?

Beschluss:

Neue Landschaftsschutzverordnung
Sitzung: 01.09.2009
09-F-07-0022
Beschluss Nr. 0120
Der Antrag findet durch die Beschlussfassung zu Tagesordnungspunkt 3 der heutigen Tagesordnung (Beschluss Nr. 119) seine Erledigung.

Aus der Niederschrift des Sitzungsprotokolls:
Stadträtin Thies: Stadtrat Prof. Dr. Pös bemühe sich um eine schnelle Lösung. Bis Herbst wurde die Abgabe zur Stellungnahme verlängert.
Stadtv. Volk-Borowski missbilligt die Arbeit des Magistrats in dieser Angelegenheit.
Sein Antrag, dies im Beschluss aufzunehmen, wird mit den Stimmen von CDU, Bündnis90/Die Grünen und FDP abgelehnt.
Einstimmig.

 

   
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